Zur Schule über die Grenze

01. September 2015 10:07; Akt: 01.09.2015 10:35 Print

Luxemburgerin macht ihr «Bac» in Frankreich

LUXEMBURG - Die Luxemburgerin Caroline Lenoir hat am Dienstag ihre «Rentrée» im Lycée Saint-Pierre Chanel in Thionville begangen.

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Caroline Lenoir, die nie in Luxemburg zur Schule gegangen ist, startet in ihr letztes Schuljahr im Zweig Littéraire.

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In Belgien und Frankreich mussten die Sekundarschüler bereits am (heutigen) Dienstag wieder den Schulranzen packen - die beiden Nachbarländer sind mit ihren «Rentrées» 15 Tage früher dran als das Großherzogtum. Auch die 18-jährige Luxemburgerin Caroline Lenoir muss nun wieder die Schulbank drücken. Ungewöhnlich – denn nur die wenigsten Jugendlichen fahren wie sie zur Schule über die Grenze. «Ich bin tatsächlich nie in Luxemburg zur Schule gegangen. Meine Mutter arbeitet in Frankreich. Abends fahren wir dann zusammen zurück in die Stadt Luxemburg», erzählt sie im Gespräch mit L'essentiel.

Die Entscheidung für das Lycée Saint-Pierre Chanel in Thionville traf Caroline daher vor allem aus praktischen Gründen – aber nicht nur. «Meine Eltern und ich glauben, dass es sich um eine gute Schule handelt. Sie hat strikte Vorgaben, die Stundenpläne sind fix, aber zumindest kommen uns die Lehrer entgegen», erzählt sie. Die 18-Jährige trauert den Sommerferien bereits hinterher: «Die Lehrer werden uns sicher gleich wieder voll mit dem Unterrichtsstoff eindecken.»

Für das Abschlussjahr in der Sekundarstufe, das mit dem Baccalauréat zu Ende geht, ist das aber nur mehr als normal. Die junge Luxemburgerin, die im Zweig L («Littéraire») eingeschrieben ist, zielt auf ein Zeugnis mit Auszeichnung ab. Danach will die Schülerin, die nie in ihrer Heimat zur Schule ging, ein Studium angehen – und zwar an der Universität Luxemburg. «Es ist nur bedauerlich, dass ich nicht so viele Sprachen in der Schule erlernt habe. Hier sind alle Kurse auf Französisch. Ich spreche daher leider nicht so viele Sprachen wie die anderen Luxemburger.» Aber, keine Sorge, es bleiben ja noch einige Jahre, um das aufzuholen.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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