Massenuntersuchung

15. April 2019 11:15; Akt: 15.04.2019 11:31 Print

Machen diese Feuerwehrleute blau?

90 Feuerwehrleute hatten sich krankgemeldet. Auf Anordnung des Oberverwaltungsgerichts müssen sie nun beim Amtsarzt antanzen.

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Es ist eine einzigartige Aktion: Am Montag beginnt die Reihenuntersuchung von Angehörigen der Saarbrücker Berufsfeuerwehr. Rund 90 Feuerwehrleute hatten sich in den vergangenen Tagen krank gemeldet.

Die Richter äußerten in ihrem Beschluss den «dringenden Verdacht», dass die Krankmeldungen zu einem erheblichen Teil unter Vorspiegelung falscher Tatsachen erfolgt sind. Damit hätten die Beamten gegen ihre Dienstpflichten verstoßen.

Was steckt dahinter?

Grund für den Konflikt bei der Feuerwehr ist ein früheres Urteil des Verwaltungsgerichts, wonach die Landeshauptstadt den umstrittenen Feuerwehrchef Josef Schun auf seinen Posten zurückversetzen muss.

Mit Schun, so sagte die Gewerkschaft, wolle kaum ein Kollege zusammenarbeiten. «Seit Monaten ist die psychische Belastung der Mitarbeiter so hoch, dass es aus unserer Sicht nachvollziehbar scheint, krankheitsbedingt den Dienst zu beenden.» Man sehe darin ausdrücklich «keinen Boykott», sondern vielmehr einen «Hilferuf», so die Feuerwehrgewerkschaft im Saarland.

Die vier Amtsärzte des Regionalverbands müssen nun die gut 90 erkrankten Feuerwehrleute untersuchen und die vorgelegten Diagnosen der Hausärzte überprüfen. Ob sie das innerhalb der gesetzten Frist schaffen, ist fraglich.

(mb/L'essentiel)

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