Corona-Pandemie

23. April 2020 08:32; Akt: 23.04.2020 10:25 Print

Manche Freibäder stehen bereits in in den Startlöchern

MAINZ/TRIER – Vor dem Start der Freibadsaison herrscht noch Unsicherheit in Rheinland-Pfalz. Manch ein Betreiber hat das Konzept schon in der Schublade, andere warten ab.

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In der Wasserrutsche im Freibad in Mainz ließe sich der Mindestabstand noch relativ leicht umsetzen. Auf Liegewiesen könnte die Abstandsregelung ein Problem werden. (Bild: DPA/Julian Stratenschulte)

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Bis zum 6. Mai bleiben sie definitiv geschlossen -– die Frei- und Schwimmbäder in Rheinland-Pfalz. So lange gilt die aktuelle «Coronabekämpfungsverordnung». Aber was kommt danach, etwa in den Sommerferien?

In Mainz und Koblenz muss man sich gerade noch keine Gedanken um die Freibad-Saison machen. Das Freibad des Mainzer Taubertsbergbads soll nach Angaben des Stadtwerke-Sprechers Michael Theurer ohnehin erst Mitte oder Ende Juni wieder Besucher begrüßen, da derzeit noch der Umbau des großen Beckens im Freibad läuft. Dies habe mit Corona nichts zu tun, sondern sei so geplant gewesen. Auch in Koblenz wird derzeit noch saniert.

Dirk Osterhoff hat die Badesaison noch nicht abgeschrieben, im Gegenteil. Der Geschäftsführer der «Rheinwelle» in Gau-Algesheim führt im Kreis Mainz-Bingen außerdem ein Freibad in Ingelheim und ein Naturerlebnisbad in Bingen. Er bereitet sich akribisch auf eine Öffnung vor, um nach einer Entscheidung der Politik innerhalb weniger Tage dabei sein zu können. Dass diese schon Anfang Mai kommen wird, hält er aber für unwahrscheinlich. «Ich rechne eher mit Mitte Mai.»

« Wir betreiben momentan ein Geisterbad »

«Wir betreiben momentan ein Geisterbad», schildert Osterhoff. Es fänden Wartungsarbeiten statt, aber ansonsten laufe alles weiter -– nur eben ohne Gäste. Für die Zeit, wenn diese wieder kommen dürfen, hat Osterhoff schon ein Konzept in der Schublade. Er hat für jedes Bad genau errechnet, wie sich die Abstandsregeln auf den Liegeflächen, aber auch in den Umkleidekabinen oder eben den Schwimmbahnen und dem Saunabereich seiner Bäder umsetzen ließe.

Heißt in der Umsetzung: Bei den Liegeflächen kommt etwa jede zweite Liege weg, in Saunen gibt es Zugangsbeschränkungen, am Eingang sorgt eine Wegeführung für Abstand. Türklinken werden noch öfter geputzt, überhaupt alles häufiger gereinigt als ohnehin schon. «Die Gäste müssen natürlich auch vernünftig sein und sich an die Regeln halten», meint Osterhoff.

Auch in Ludwigshafen stehen die Verantwortlichen schon in den Startlöchern. Hier würden Becken entleert und gereinigt, die Riesenrutsche sowie sämtliche Anlagen innen wie außen gesäubert, informiert Sprecherin Sandra Hartmann. Jetzt heißt es warten, denn die Entscheidung, wann eröffnet werden kann, treffen in diesem Jahr andere.

Warten auf die Entscheidung der Landesregierung

Die Stadt Trier erarbeitet laut Pressesprecher Michael Schmitz derzeit noch kein Hygienekonzept für die Freibäder. Wann die Bäder öffnen, «hängt davon ab, was das Land entscheidet», sagt Schmitz. Das größte Bad der Stadt, das Freibad Süd, habe an guten Tagen 4000 bis 5000 Besucher. «Das ist ja eigentlich schon eine Großveranstaltung. Man kann sich kaum vorstellen, dass das bald wieder aufmachen darf.» In der Praxis sei es schwierig bis unmöglich, Kontaktverbote im Schwimmbad aufrechtzuerhalten.

In Kaiserslautern dagegen ruhen gerade die Wartungs- und Sanierungsarbeiten, wie Sprecherin Nadin Robarge erklärt, zunächst müssten die Regelungen der Landesregierung abgewartet werden, ob die Bäder überhaupt und auch welche Bäder geöffnet werden.

(L'essentiel/dpa)

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