Coronavirus

10. Juli 2020 12:05; Akt: 10.07.2020 12:07 Print

«Massive Vorsorge ist ein schlechtes Signal»

ARLON/LUXEMBOURG – Ein belgischer Pharmakologe befürchtet, dass das Virus auch in Belgien zurückkehren könnte - über das Großherzogtum.

storybild

Ein belgischer Pharmakologe äußert sich besorgt über die hohe Zahl an Neuinfektionen in Luxemburg.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Angesichts der Zunahme von positiven Covid-19-Fälle in Luxemburg wächst auch die Besorgnis in den Grenzregionen des Großherzogtums. Und Gesundheitsexperten zögern nicht, ihren Standpunkt zu diesem Thema darzulegen. «Massive Vorsorge ist eine schlechte Idee. Es ist ein schlechtes Signal an die Bevölkerung», sagt Jean-Sébastien Goffinet, Pharmakologe am Krankenhaus Arlon.

Wie die Tageszeitung La Meuse berichtet, befürchtet er eine Rückkehr der Coronavirus-Epidemie im Süden Belgiens – über Luxemburg. «Wir glauben, dass die Epidemie, wenn sie zurückkehrt, von der luxemburgischen Seite kommt», sagte er in dem Interview. «Möglicherweise hat Luxemburg seine Bevölkerung zu schnell dekonditioniert.» Die Laxheit der Bevölkerung in Bezug auf die Einhaltung der Abstands- und Hygienemaßnahmen würde die hohe Zahl an Neuinfektionen erklären. Tatsächlich wurde am Donnerstag eine erneute Zunahme an Neuinfektionen in Luxemburg bestätigt. Wobei das Gesundheitsministerium 69 Infektionen bei fast 9000 Tests bestätigte.

Zahlen in Belgien sind beruhigend

Vor der Covid-19-Krise pendelten täglich fast 40.000 belgische Grenzgänger zur Arbeit ins Großherzogtum. Heute, mit den neuen Genehmigungen im Zusammenhang mit der Telearbeit, sind es weniger. Aber die Zahl der Pendler nimmt auf beiden Seiten der belgisch-luxemburgischen Grenze wieder zu – und erhöht gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit dem Virus anzustecken. «In der luxemburgischen Bevölkerung hat es ein Übermaß an Vertrauen gegeben», erklärt Jean-Sébastien Goffinet, «die in Belgien angewandte Methode ist verbesserungsfähig, aber die Rückverfolgung funktioniert.»

Auch wenn Belgien zu Beginn der Covid-19-Pandemie Anfang April stark betroffen war, so sind die Anfang Juli vom belgischen Gesundheitsbehörde Sciensano veröffentlichten Zahlen beruhigend. Demnach ist die Zahl der Infizierten in Belgien von insgesamt schätzungsweise 62.357 auf 84 positive Fälle zurückgegangen. In der an das Großherzogtum angrenzenden belgischen Provinz Luxemburg wurden bisher insgesamt 1474 Covid-19-Fälle registriert, nur 16 davon in der vergangenen Woche. Allerdings ist auch die Zahl der Tests geringer ist als im benachbarten Großherzogtum.

(fl/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • WhaleWhisperer am 10.07.2020 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe im Artikel nicht verstanden was mit "Massive Vorsorge" gemeint ist? und warum das ein schlechtes Signal sein soll?

    einklappen einklappen
  • dois am 10.07.2020 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer s glaubt

  • Petz am 12.07.2020 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wien seet dann das et Belg den Virus net mat bei eis brengen. Oder et Fransousen an die Deitsch. Sin metlerweill da menung das muss gekuckt gin, das all dei platze dei et Frontalien hei besetzen erem vun Residenten sollten besatt gin. An hinen och kloer gemacht gett wann den system den sie do feieren wellen do zou feieren keint das Letzebuerg naicht mei mat da Eu weillt ze din hun. Wann mir just gut sin fir ze bezuelen dann brauchen mir esou eppes net.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Petz am 12.07.2020 11:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wien seet dann das et Belg den Virus net mat bei eis brengen. Oder et Fransousen an die Deitsch. Sin metlerweill da menung das muss gekuckt gin, das all dei platze dei et Frontalien hei besetzen erem vun Residenten sollten besatt gin. An hinen och kloer gemacht gett wann den system den sie do feieren wellen do zou feieren keint das Letzebuerg naicht mei mat da Eu weillt ze din hun. Wann mir just gut sin fir ze bezuelen dann brauchen mir esou eppes net.

  • WhaleWhisperer am 10.07.2020 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe im Artikel nicht verstanden was mit "Massive Vorsorge" gemeint ist? und warum das ein schlechtes Signal sein soll?

    • Marco am 10.07.2020 14:46 Report Diesen Beitrag melden

      Dito

    einklappen einklappen
  • dois am 10.07.2020 12:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wer s glaubt