Filmfestival

01. Dezember 2021 16:26; Akt: 01.12.2021 16:59 Print

Max Ophüls Preis 2022 wird hybrid und dezentral sein

Die Corona-Pandemie macht dem Filmfestival Max Ophüls Preis erneut einen Strich durch die Rechnung. Statt mit vollen Sälen und vielen Begegnungen soll es nun hybrid laufen.

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Das Filmfestival Max Ophüls Preis wird nun hybrid laufen - Gedränge soll vermieden werden. (Bild: DPA/Oliver Dietze)

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Noch Ende Oktober hatten die Festivalmacher in Saarbrücken gejubelt, dass das 43. Filmfestival Max Ophüls Preis (MOP) in die Kinos zurückkehrt. Knapp sechs Wochen später müssen sie angesichts steigender Corona-Zahlen zurückrudern. «Dezentral und hybrid» statt in reiner Präsenzform wird das MOP nun vom 16. bis 26. Januar stattfinden. Angesichts der aktuellen pandemischen Lage habe man sich in der Pflicht gesehen, die Form der 43. Ausgabe «einmalig grundlegend neu zu denken», teilten Festivalleiterin Svenja Böttger und der künstlerische Leiter Oliver Baumgarten am Mittwoch mit.

Einerseits sei die Reduzierung der Kontakte in einer noch nicht ausreichend durchgeimpften Gesellschaft wichtig, gleichzeitig sehe man den dringenden Bedarf für ein (film-)kulturelles Angebot auch im zweiten von Covid-19 geprägten Winter. Deshalb wolle man die kommende Festivalausgabe als dezentrales hybrides Format begehen, «das bestmögliche Sicherheit und größtmöglichen Filmgenuss mit den Vorzügen eines Eventcharakters verbindet».

27 Premierenprogramme an elf Tagen

Die Anzahl der Zugereisten soll erheblich reduziert, Kontakthäufungen vermieden werden. Filmschaffende werden zwar eingeladen, aber nur für ihre Premieren in Saarbrücken sein. In den Kinos sollen strenge Hygieneregeln eingehalten werden. Vermutlich mit limitierter Saalbelegung und unter 2G-plus-Regeln - also mit einem Zugang nur für Geimpfte und Genesene mit negativem Corona-Test.

Die Eröffnung wird vor Ort im Cinestar in Saarbrücken stattfinden und in anderen Kinos gestreamt werden. Die Verleihung der Preise in einer Gesamthöhe von 110.000 Euro werde wie bei der vergangenen Ausgabe im Januar 2021 rein online laufen. In Präsenz werden in den Kinos an elf Tagen 27 Premierenprogramme der vier Wettbewerbe gezeigt (10 Spielfilme, 8 Dokumentarfilme, 4 Programme mit mittellangen Filmen, 5 Programme mit Kurzfilmen). Pro Festivaltag gibt es drei Premieren: um 15 Uhr (ein Programm der Wettbewerbe Kurz- und Mittellange Filme), um 18 Uhr (Dokumentarfilm) und um 21 Uhr (Spielfilm). Bespielt werden zahlreiche Kinos in Saarbrücken und weiteren Städten im Saarland, die alle zur selben Zeit dasselbe Programm als Premiere bieten.

Svenja Böttger, Festivalleiterin des Filmfestivals Max Ophüls Preis, und der Künstlerische Leiter, Oliver Baumgarten. Foto: dpa/ Oliver Dietze

Ergänzend zu den Kinopremieren wird der Wettbewerb über eine Streaming-Plattform online angeboten – voraussichtlich allerdings nicht in vollem Umfang. Wie schon im vergangenen Jahr werde es aus Rücksicht auf die zukünftige Verwertung der Filme nur eine begrenzte Ticketanzahl geben. «Die vorgesehene Form verbindet Vorzüge des Präsenzfestivals mit denen eines begrenzten Online-Angebots unter gleichzeitiger erheblicher Verschlankung des Programms», so Böttger und Baumgarten.

«Das Kino als Kulturort spielt für unser Filmfestival eine wichtige Rolle»

«Das Kino als Kulturort spielt für das Wesen unseres Filmfestivals seit jeher eine wichtige Rolle, und unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln bietet es einen sicheren Ort», betonten die Organisatoren. Mit der neuen Form wollen sie ein Festival in der Pandemie ermöglichen, das dem jungen deutschsprachigen Film «Stimme und Repräsentanz verschafft».

Das MOP gilt als wichtigstes Festival für den jungen deutschsprachigen Film und steht für die Entdeckung junger Talente aus Österreich, Deutschland und der Schweiz. Zur letzten Präsenzveranstaltung im Januar 2020 waren rund 45 500 Besucher gekommen. Bei der Online-Variante Anfang dieses Jahres verzeichnete die Streaming-Plattform laut einer MOP-Sprecherin rund 39.000 Filmsichtungen von knapp 12.800 registrierten Nutzern.

Für den Notfall haben die Veranstalter für die kommende Ausgabe auch einen Plan B bereit: Sollten für den Festivalzeitraum allgemeine Kinoschließungen behördlich angeordnet werden, verlagern sich die Filmpremieren einmal mehr komplett auf die Streaming-Plattform.

(L'essentiel/dpa)

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