Sprachguide

08. April 2019 11:23; Akt: 08.04.2019 16:23 Print

Moien, schwätzt dir schon Lëtzebuergisch?

GROßREGION – Luxemburg als Arbeitsort ist bei Grenzbewohnern beliebt. Das Land ist dreisprachig, was aber wohl nur für die Einheimischen gelten dürfte. Zeit, das zu ändern.

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Etwa 180.000 Menschen aus dem benachbarten Ausland kommen täglich zum Arbeiten nach Luxemburg. Im Großherzogtum ist die Vielsprachigkeit seit 1984 gesetzlich geregelt. Luxemburgisch – «Lëtzebuergesch» – ist die Landessprache, Französisch die Sprache der Gesetzgebung, und Französisch, Deutsch und Luxemburgisch sind Verwaltungs- und Gerichtssprachen.

Zu dieser Dreisprachigkeit, die zum Großteil nur die Einheimischen beherrschen, kommen die Muttersprachen von ausländischen Mitbürgern hinzu.

«Vier Länder, drei Sprachen, Europa im Kleinformat»

Dabei wäre es doch mal eine Herausforderung, ein Brot in der Bäckerei auf luxemburgisch zu bestellen. Oder auf derselben «Sprooche» nach dem Weg zu fragen.

«Vier Länder, drei Sprachen, Europa im Kleinformat» – unter diesem Motto hat die grenzüberschreitende Kooperation Quattropole einen Leitfaden herausgegeben, damit die Verständigung mit dem Nachbarn, oder auch Kollegen, klappt.

Das ursprünglich erklärte Ziel der Vereinsmitglieder der «Actioun Lëtzebuergesch» sei laut einem Gericht von RTL, dass Luxemburgisch mehr von Jugendlichen und Kindern gesprochen wird.

20-Jahres-Plan für die luxemburgische Sprache

Auch die offiziellen Webauftritte der Regierung und der Gemeinden sollen nach Ansicht der Mitglieder auf Luxemburgisch verfügbar sein. Zudem sollten Orte häufiger in Straßennamen wiederzufinden sein.

«Diese Initiative ist ein Schritt in die richtige Richtung», sagt der Sprachwissenschaftler Jérôme Lulling auf Nachfrage von L'essentiel. Die luxemburgische Sprache könne sich jederzeit anpassen und bei Bedarf Neologismen schaffen, so Lulling weiter. Auch für Fachbegriffe reiche das Repertoire.

Im vergangenen Jahr wurde Marc Barthelemy von der Regierung zum Kommissar für die luxemburgische Sprache ernannt. Ein Teil seiner Aufgaben steht in direktem Zusammenhang mit der Erstellung eines sogenannten 20-Jahres-Plans für die luxemburgische Sprache.

Mit diesem soll die Verwendung der luxemburgischen Sprache gefördert werden. Hierzu soll der Kommissar unter anderem eine nationale Plattform entwickeln sowie Weiterbildungs- und Sprachkurse anbieten. Seine offizielle Kontaktadresse lautet commissaire@letzebuerger-sprooch.lu

Den Leitfaden der Quattropole gibt's hier zum Runterladen.

(L'essentiel)

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