Horror-Altenheim

20. Juni 2012 21:26; Akt: 20.06.2012 21:34 Print

Pfleger foltern Heimbewohner zu Tode

SAARBRÜCKEN - Die Vorwürfe sind enorm: Patienten sollen in einem Seniorenheim gequält worden sein. Zwei Pfleger stehen unter Verdacht.

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Die verdächtigten Pfleger sollen eine Patientin ohne Narkose operiert haben - die Frau starb wenig später. (Bild: DPA)

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In einem saarländischen Seniorenheim sollen über Monate hinweg Patienten misshandelt und eventuell sogar getötet worden sein – aus reinem Sadismus, Größenwahn und Selbstüberschätzung, wie ein Sprecher des Heims sagte. Gegen zwei Pfleger wird ermittelt.

Einer der beiden Verdächtigen soll einem Patienten oder einer Patientin eine tödliche Überdosis Morphium verabreicht haben. Eine weitere Patientin soll ohne Narkose an einer offenen Wunde operiert worden sein, einen Tag später starb die Frau. Unbestätigten Informationen zufolge soll auch wegen zwei weiterer Todesfälle ermittelt werden.

Medikamente gestohlen

Die mutmaßlichen Taten auf der Pflegestation fielen trotz Kontrollen nicht auf und kamen erst durch Zufall ans Licht: Als im Heim Medikamente fehlten, gerieten die Pfleger offiziell unter Verdacht. Einer der Männer soll drogensüchtig sein und könnte Morphium abgezweigt haben.

Die Patienten sollen zwischen Dezember und Mai misshandelt worden sein. Die Trägerorganisation des Heims, die Arbeiterwohlfahrt, hatte die Vorwürfe gegen die beiden 35 und 25 Jahre alten Pfleger am Dienstag öffentlich gemacht. Die Männer sollen die Vorwürfe teilweise eingeräumt, zum Teil aber auch bestritten haben.

Der saarländische Sozialminister Andreas Storm (CDU) reagierte bestürzt und bezeichnete den Fall als «im Grunde schlimmstes Ereignis der letzten Jahre». Der Minister forderte eine umfassende Aufklärung, «angesichts der schrecklichen, unfassbaren Vorfälle». Allerdings gehe Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

(L'essentiel Online/dpa/mth)

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