Saarland

01. September 2021 11:37; Akt: 01.09.2021 12:08 Print

Rehlinger will mehr Flexibilität für Eventbranche

SAARBRÜCKEN – Die Corona-Einschränkungen machen es vielen Veranstaltern schwer, wirtschaftlich zu öffnen. Saar-Wirtschafsministerin will deshalb ein neues Entscheidungsmodell.

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Der saarländischen Veranstaltungsbranche fehlt es derzeit oft an wirtschaftlichen Öffnungsperspektiven. (Bild: DPA/Oliver Dietze/Archivbild)

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Nicht nur 2G oder 3G: Mit einem neuen Modell für Schutzmaßnahmen will die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) der Veranstaltungsbranche mehr Möglichkeiten in der Corona-Pandemie geben. Der Veranstalter solle selbst aus einem «Instrumentenkasten» auswählen können, welche Maßnahmen er ergreife, sagte Rehlinger der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken. Von diesen Maßnahmen solle dann abhängen, wie viele Besucher zum Beispiel zu einem Konzert oder in einer Diskothek zugelassen würden.

Die Wirtschaft müsse sich nicht zwingend zwischen 2G (Zutritt für Geimpfte und Genesene) oder 3G (Geimpfte, Genesene und Getestete) entscheiden. «Wenn man in der Mitte noch etwas hat für denjenigen, der sagt, wir haben auch andere Möglichkeiten, unseren Betrieb wirtschaftlich und trotzdem sicher im Sinne des Infektionsschutzes zu führen, dann ist das noch besser», sagt Rehlinger. Zu Instrumenten im «ausdifferenzierten Modell» gehörten zum Beispiel eine gute Raumlüftung, Maske und Abstandsregeln.

«Klügere Antworten als nur auf oder zu»

«Wenn wir lernen müssen, mit Corona zu leben, dann brauchen wir auch klügere Antworten als nur auf oder zu», sagte Rehlinger. Bei Veranstaltern handele es sich «um eine Gruppe von Selbstständigen, die ganz gut ihr Geschäftsfeld beurteilen, ihre räumliche Lage gut einschätzen und auch rechnen können». Viele hätten bislang nicht geöffnet, weil es sich unter den derzeitigen Vorgaben wirtschaftlich nicht gelohnt habe.

Über das neue Modell werde nun in der Landesregierung gesprochen. «Das ist noch nicht abschließend diskutiert», sagte Rehlinger. Man sei derzeit dabei, die Corona-Verordnung «der besseren Verständlichkeit wegen komplett neu aufzuschreiben». Da würde es sich anbieten, das neue Modell einfließen zu lassen. «Wir haben jetzt durch den Impffortschritt eine neue Phase der Pandemie. Wir müssen vieles neu denken.»

Impfbus reicht nicht

Dennoch sei es weiter wichtig, eine höhere Impfquote zu erreichen. «Wir müssen da stärker in die sozialen Milieus hinein und direkte Ansprache suchen und finden.» Es reiche nicht mehr aus, irgendwo einen Impfbus hinzustellen. «Wir brauchen eine gezieltere Ansprache.» Die Anzahl der Nicht-Geimpften sei für den Fall einer Erkrankung immer noch groß genug, um das Gesundheitssystem «in eine echte Stresssituation» zu bringen.

Über das neue Model soll in der Landesregierung gesprochen werden.

Nicht verstehen könne sie, wenn sich Beschäftigte in den Gesundheitsberufen und in der Pflege nicht impfen lassen. Für eine Impfpflicht in diesen Berufen wie in Frankreich habe sie persönlich «eine hohe Sympathie», sagte die Ministerin. «Wir haben auch an anderen Stellen Vorschriften des Arbeitsschutzes: Was ich zu tragen habe, wie ich mich zu verhalten habe, um andere zu schützen.» Allerdings sei der Eingriff durch eine Impfung als schwerwiegender zu bewerten, deshalb habe man sich in Deutschland dazu nicht durchringen können.

Überblick aber keine Namen

Sie sei skeptisch, ob die diskutierte Abfrage des Impfstatus bei Beschäftigten vom Arbeitgeber datenschutzrechtlich unbedenklich sei, sagte Rehlinger. Möglicherweise könne man sich aber anonymisiert «zumindest einen Überblick in einem Betrieb» verschaffen, wie groß das verbleibende Risiko für die Mitarbeiter sei.

Eine mögliche 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) bei Flügen sei leicht überprüfbar, sagte Rehlinger. Im Fernverkehr der Bahn dagegen sei die Kontrolle «schon anspruchsvoll». Und im Nahverkehr, ist sich die Ministerin sicher, sei 3G «nicht kontrollierbar». Dort seien höchstens stichprobenartige Kontrollen möglich. Aber: «Deswegen muss man die Idee nicht fallenlassen.»

(L'essentiel/DPA )

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 02.09.2021 02:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silverstone, Wimbledon, Wembley,…..! Insgesamt 37 Grouss Evenementer, hun NET zou énger Erhéijung vun COVID Zuelen gefouert! Vun éngem Britishen Forscher Team eraus fond! Awwer Mäer lauschteren jo léiwwer on Ninni wei en Karl Lauterbrach! Top! ;-//

  • Event am 01.09.2021 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Rehlinger hat nichts zu wollen, keine Events, für die nächste 2 Jahre bis Corona vorbei ist. Alle Eventbetriebe die hops gehen, kein Problem,es komme neue und bessere.

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  • Valchen am 02.09.2021 02:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Silverstone, Wimbledon, Wembley,…..! Insgesamt 37 Grouss Evenementer, hun NET zou énger Erhéijung vun COVID Zuelen gefouert! Vun éngem Britishen Forscher Team eraus fond! Awwer Mäer lauschteren jo léiwwer on Ninni wei en Karl Lauterbrach! Top! ;-//

  • Event am 01.09.2021 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Rehlinger hat nichts zu wollen, keine Events, für die nächste 2 Jahre bis Corona vorbei ist. Alle Eventbetriebe die hops gehen, kein Problem,es komme neue und bessere.