Schüsse in Trier

17. Dezember 2018 16:33; Akt: 17.12.2018 16:59 Print

Rentner (87) soll auf Stiefsohn geschossen haben

TRIER – In Trier ist am Sonntag ein Familienstreit eskaliert. Ein 87-Jähriger griff zum Revolver – und schoss seinem Stiefsohn in die Brust. Der Mann wurde schwer verletzt.

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Der 47-jährige Stiefsohn wurde bei dem Vorfall schwer verletzt. (Bild: Karl-josef Hildenbrand)

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Nach Schüssen in einem Mehrfamilienhaus in Trier hat ein Richter am Montag Untersuchungshaft gegen einen 87-Jährigen angeordnet. Ihm werden versuchter Totschlag und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, wie die Polizei mitteilte.

Nach ersten Erkenntnis war am Sonntag in Trier ein seit Jahren schwelender Familienstreit eskaliert. Der 87-Jährige soll zum Revolver gegriffen und seinem 47-jährigen Stiefsohn in die Brust geschossen haben. Der jüngere Mann brach schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt zusammen. Der 87-Jährige alarmierte den Rettungsdienst. Anschließend soll er erneut auf den am Boden liegenden Stiefsohn geschossen, ihn aber verfehlt haben. Das Opfer rettete sich daraufhin selbst aus dem Haus.

Beschuldigter geständig

In der Wohnung waren zum Tatzeitpunkt laut Polizei insgesamt fünf Familienmitglieder: Neben dem Beschuldigten und dem Opfer handelte es dabei sich um die Ehefrau des 47-Jährigen, dem gemeinsamen jugendlichen Sohn sowie die Mutter des Opfers. Die Ehefrau und der Sohn verließen nach den Schüssen die Wohnung. Sie blieben ebenso wie die Mutter des 47-Jährigen unverletzt.

«Der Beschuldigte räumte in einer Vernehmung den Sachverhalt ein», erklärte ein Polizeisprecher. Der Mann sei inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht.

(L'essentiel/dpa)