Impfstrategie

15. Januar 2021 15:11; Akt: 15.01.2021 15:29 Print

Rheinland-​​Pfalz will zweite Impfung später verabreichen

MAINZ - Rheinland-Pfalz plant, die zweite Impfung künftig nicht mehr drei sondern vier Wochen nach der ersten Impfung zu verabreichen.

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Rheinland-Pfalz will vor dem zweiten Impftermin künftig länger warten. (Bild: DPA/Matthias Bein)

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Rheinland-Pfalz beginnt an diesem Sonntag mit den zweiten Corona-Schutzimpfungen - und plant diese künftig mit einem Abstand von 28 Tagen (vier Wochen) statt 21 Tagen. «Nach der Corona-Virus-Impfverordnung geht der Anspruch auf die Zweitimpfung dem Anspruch auf die Erstimpfung vor», sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Stefanie Schneider, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Bei der Planung der Impftermine sei es wichtig, dies zu berücksichtigen und darauf zu achten, dass genug Impfstoff geliefert worden sei.

Die Zweitimpfung solle nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am RKI (Stiko) vor dem 42. Tag (also maximal sechs Wochen) nach der Erstimpfung verabreicht werden. Die erste Impfung des Präparats von Biontech/Pfizer gewährt nach Herstellerangaben etwa zwölf Tage nach der ersten Dosis einen gewissen Schutz. Allerdings ist noch unklar, wie lange dieser ohne die zweite Dosis anhält.

15,7 von 1000 Menschen geimpft

Bayern hatte zuvor angekündigt, sein Vorgehen zu ändern, um bei der Corona-Impfung schneller vorwärts zu kommen. Künftig soll beim Biontech-Impfstoff - bis auf eine gewisse Reserve - nicht mehr für jeden Erstgeimpften die Dosis für die nötige zweite Impfung zurückgelegt werden.

Rheinland-Pfalz ist im Vergleich zu den anderen Bundesländern inzwischen auf Platz drei vorgerückt. 15,7 von 1000 Menschen waren bis Donnerstag laut Robert Koch-Institut (RKI) geimpft. Der Bundesdurchschnitt lag bei 11,6.

«Die Planung der Impfungen ist ein komplexes Zusammenspiel von verschiedensten, sich immer wieder ändernden Variablen», sagte Schneider. «Wir müssen dabei die Voraussetzungen und Bedürfnisse der mobilen Teams, der Krankenhäuser und der Impfzentren berücksichtigen, genau wie Transport- und Haltbarkeitsbedingungen und die geplanten Lieferungen der Impfstoffe sowie die dann tatsächlich erfolgten.» Die Termine für die Impfungen würden auf der Basis der derzeit verbindlich bekannten Liefermengen vergeben.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nico am 16.01.2021 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder ein Riskantes Spiel, weil von der EU nicht genug Impfstoff bestellt wurde. Es wurde nicht genug bestellt da das Geld wichtiger war als Menschenleben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nico am 16.01.2021 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder ein Riskantes Spiel, weil von der EU nicht genug Impfstoff bestellt wurde. Es wurde nicht genug bestellt da das Geld wichtiger war als Menschenleben.