Corona-Pandemie

06. Juli 2020 13:21; Akt: 06.07.2020 13:36 Print

Saarland hält weiterhin an Maskenpflicht fest

SAARBRÜCKEN – Für den saarländischen Ministerpräsidenten, Tobias Hans, bleibt die Maskenpflicht derzeit noch wirksamstes Mittel gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

storybild

«Weitere Lockdowns würden einen noch größeren Schaden anrichten», sagte Tobias Hans. (Bild: DPA/Oliver Dietze)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich gegen eine rasches Ende der Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. «Solange es weder ein Medikament noch einen Impfstoff gibt, ist die Kombination aus Abstand, Hygiene, Alltagsmasken und der Nachverfolgung von Infektionsketten unser wirksamstes Mittel gegen SARS-CoV-2. Aus diesem Grund werden wir im Saarland auch an der Maskenpflicht weiter festhalten», sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Inzwischen hätten mehrere Studien die Wirksamkeit von einfachem Mund-Nasen-Schutz beim Eindämmen der Pandemie bestätigt: Allerdings hätten die Alltagsmasken nur dann eine Schutzfunktion, wenn alle eine tragen. «Deshalb setzen wir nach wie vor auf eine Pflicht in den geregelten Bereichen: Überall dort, wo wir anderen Menschen zu nahe kommen und es nicht möglich ist, die Infektionsketten nachzuverfolgen, kann eine Alltagsmaske den Unterschied machen.»

« Weitere Lockdowns würden einen noch größeren Schaden anrichten. »

Natürlich habe man «ein großes Interesse daran, den Handel anzukurbeln. Aber wir müssen dabei auch das Infektionsgeschehen stabil halten – denn weitere lokale Lockdowns würden in der gesamten Wirtschaft einen noch größeren Schaden anrichten», sagte er.

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte die Debatte über ein baldiges Ende der coronabedingten Maskenpflicht im Handel in der Welt am Sonntag losgetreten. Auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte eine Lockerung favorisiert, seine Forderung am Montag aber relativiert. Gegen ein zeitnahes Ende der Pflicht für den Mund-Nasen-Schutz in Geschäften sprachen sich indes Bayern, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Hamburg aus.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.