Düstere Aussichten

25. Mai 2020 19:24; Akt: 25.05.2020 19:39 Print

Saarland rutscht stärker in die Corona-​​Rezession

SAARBRÜCKEN – Sinkende Umsätze, rückläufige Aufträge und unterbrochene Lieferketten: Die Industrie im Saarland kämpft mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

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Die Stahlindustrie gehört zu den Schlüsselindustrien des Saarlandes. (Bild: DPA/Becker & Bredel)

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Die saarländische Wirtschaft rutscht in der Corona-Pandemie stärker in den Sog einer Rezession: Nach einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) bei saarländischen Unternehmen hat sich Geschäftslage im Mai im Vergleich zum Vormonat weiter verschlechtert. Vor allem in der Industrie habe sich die Stimmung «merklich eingetrübt»: Neben rückläufigen Aufträgen mache ihr insbesondere die Unterbrechung der Lieferketten zu schaffen, teilte die IHK am Montag in Saarbrücken mit.

Rund ein Drittel der befragten rund 300 Unternehmen mit gut 120.000 Beschäftigten bezeichnete die eigene Geschäftslage als schlecht. 43 Prozent hätten die Lage als befriedigend beschrieben, nur 24 Prozent der Unternehmen nannten sie «gut». Bei Gießereien und in den Schlüsselbranchen wie der Stahlindustrie, dem Fahrzeugbau sowie dem Maschinenbau sei die Lage «deutlich angespannt». Die Umsätze der Industrieunternehmen gingen im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um knapp 13 Prozent zurück.

«Die Meldungen der Unternehmen signalisieren, dass auch die kommenden Monate schwierig bleiben und ein Aufstieg aus der Krise nur langsam vonstatten gehen dürfte», sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen. «Wir appellieren deshalb an die Landesregierung, die sogenannten Runden Tische zur Abwendung drohender Insolvenzen zu reaktivieren.» Auf Bundesebene sei ein Konjunkturprogramm notwendig, dass allen Branchen gerecht werde. Darin müsse nach angaben der IHK eine Senkung der Stromsteuer und eine Deckelung der EEG-Umlage enthalten sein.

(L'essentiel/dpa)

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