«Walk of Steel»

31. Januar 2020 11:03; Akt: 31.01.2020 11:21 Print

Stahlarbeiter marschieren durch Luxemburg

Von der Saar über Luxemburg bis nach Brüssel: Saarländische Stahlarbeiter wollen mit dem «Walk of Steel» ein Zeichen für den Erhalt ihre Arbeitsplätze setzen.

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Beschäftigte der saarländischen Stahlindustrie wollen mit dem «Walk of Steel» ein Zeichen für den Erhalt ihre Arbeitsplätze setzen. (Bild: DPA/Oliver Dietze)

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Für den Erhalt der saarländischen Stahlindustrie haben sich Betriebsräte und Mitstreiter auf einen 350 Kilometer langen Fußmarsch nach Brüssel gemacht. «Kein Weg ist uns dafür zu weit», sagte der Betriebsratsvorsitzende bei Saarstahl, Stephan Ahr, am Freitag beim Start des «Walk of Steel» in Völklingen. Zehn Tage werden sie in Teams unterwegs sein, die sich wie bei einem Staffellauf abwechseln. In Brüssel wollen sie am 10. Februar ihre Forderungen an den EU-Kommissar für Klimaschutz, Frans Timmermans, übergeben.

Es sei abzusehen, dass sich viele Menschen dem «Stahl-Marsch» von der Saar über Luxemburg bis Belgien anschließen werden, sagte Ahr. «Wir kämpfen um unsere Arbeitsplätze». Sie fordern konkrete Unterstützung bei der Umstellung der Stahlindustrie auf eine CO2-freie Produktion und faire internationale Wettbewerbsbedingungen auf dem Stahlmarkt.

40 Kilometer pro Tag

Der «Walk of Steel» sei eine «beeindruckende Aktion», sagte Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU), der am Anfang mitging. «Wir müssen alles daran setzen, die Stahlindustrie CO2-frei zu gestalten.» Die Stahlindustrie sei «auf einem guten Weg, es geht aber nicht ohne finanzielle Unterstützung von Bund und von EU».

In der Saar-Stahlindustrie sind nach Angaben des Wirtschaftsministeriums knapp 14.000 Menschen beschäftigt. Unter Berücksichtigung von mit dem Sektor verbundenen Wirtschaftszweigen hingen mehr als 22 000 Arbeitsplätze im Saarland vom Stahl ab.

Bei dem Marsch geplant sei, dass jedes Team bis zu 40 Kilometer pro Tag gehe. Der Kern bestehe auch 40 Personen, die mitmachten. Beim Auftakt schlossen sich Dutzende Unterstützer an. Bewusst sei nicht zum Protestmarsch oder Demozug aufgerufen worden, da dies Anmeldungen in jeder Gemeinde, die durchquert werde, erfordert hätte, hieß es.

(L'essentiel/dpa)

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  • Klomp am 03.02.2020 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry mais den gudden Stool get leider an China hiergestallt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Klomp am 03.02.2020 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry mais den gudden Stool get leider an China hiergestallt.