Sturmtief «Sabine»

10. Februar 2020 06:54; Akt: 10.02.2020 08:20 Print

Sturm verletzt zwei Saarländerinnen schwer

SAARBRÜCKEN/KAISERSLAUTERN – Auf dem Saarbrücker Winterberg wurden zwei Frauen von einem Baum getroffen, der durch den Wind der letzten Nacht umstürzte.

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An vielen Orten waren Straßen blockiert, wie hier im Rheinland-Pfälzischen Lochum. (Bild: DPA/Thomas Frey)

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Das Sturmtief Sabine hat seit Sonntagnachmittag zahlreiche Schäden im Saarland angerichtet. Am Saarbrücker Winterbergklinikum wurden in der Nacht auf Montag zwei Frauen von einem umstürzenden Baum getroffen. Beide Frauen wurden dabei schwer verletzt, teilte die Polizei mit. Eine der Frauen schwebt in Lebensgefahr.

Bereits am Sonntag wurde ein Mann im Saarbrücker Ortsteil Güdingen von einem Verkehrsschild getroffen. Das Schild wurde durch den Wind losgerissen. In vielen weiteren Orten im Saarland sorgte der Wind für Sachschäden. Aktuell sind im ganzen Saarland zahlreiche Straßen gesperrt, die von umgestürzten Bäumen blockiert sind.

Auch im Stromnetz kam es zu Ausfällen durch beschädigte Hochspannungsleitungen. Zeitweise waren demnach 11.000 Haushalte im Saarland ohne Strom. In einigen Landesteilen im Nachbarland sind die Arbeiter des Betreibers noch dabei Fehler im Netz zu beheben.

Im ganzen Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordbaden fährt bis mindestens 8 Uhr kein Regionalzug. Bereits gestern hatte die Deutsche Bahn den Fernverkehr in Deutschland eingestellt. Durch beschädigte Oberleitungen und andere Störungen wurden zahlreiche Strecken unpassierbar.

Südlich von Kaiserslautern haben Autofahrer am Montagmorgen mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Größere Teile des Waldgebietes im Süden der Stadt seien bis in die Südpfalz hinein unpassierbar, hieß es von der Polizei. Orkantief «Sabine» habe zahlreiche Bäume umstürzen lassen, manche Straßen konnten die Einsatzkräfte in der Nacht noch gar nicht erreichen, darunter Teile der Bundesstraße 48. Die Sperrungen werden deshalb sicher noch bis in den morgendlichen Berufsverkehr hinein andauern, hieß es.

Kaum Schäden in Trier

In Trier kam es zu keinen größeren Schäden, deswegen löste die Stadt den Krisenstab noch in der Nacht auf. Bis auf einige umgestürzte Bäume war es eine ruhige Nacht in der Domstadt.

Orkantief «Sabine» hat Rheinland-Pfalz heftige Sturmböen beschert. Eine Spitzengeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern sei am frühen Montagmorgen auf dem Weinbiet bei Neustadt an der Weinstraße gemessen worden, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Um 6 Uhr morgens gab es dort noch Böen von 147 Stundenkilometern. Noch heftiger wehte es auf dem Feldberg im Schwarzwald, wo die Meteorologen Spitzengeschwindigkeiten von 177 Stundenkilometer registrierten. Auf dem Brocken im Harz gab es Böen von 171 Stundenkilometer. Bei Stürmen wie «Sabine» werden einem DWD-Sprecher zufolge meist auf den Bergen die Top-Geschwindigkeiten gemessen.

(l'essentiel/dpa/lh)

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