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20. März 2019 15:49; Akt: 20.03.2019 16:13 Print

Trier will erste nachhaltige Stadt werden

TRIER – Die «Fridays for Future»-Demos zeigen, wie Weltpolitik vor Ort angekommen ist. Trier will mit einem Aktionsplan Entwicklungspolitik starten – als erste Stadt landesweit.

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Die Stadt Trier hat als erste Kommune in Rheinland-Pfalz einen entwicklungspolitischen Aktionsplan aufgestellt. (Bild: DPA/Harald Tittel)

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Von Patenschaften für Bäume über Snack-Automaten mit fair gehandelten Produkten bis hin zu Handy-Sammelboxen: Als nach eigenen Angaben erste Stadt in Rheinland-Pfalz hat sich Trier einen entwicklungspolitischen Aktionsplan gegeben, mit dem die 17 Ziele der Vereinten Nationen (UN) zur Nachhaltigkeit umgesetzt werden sollen. «Natürlich können wir als Stadtverwaltung Trier nicht die Welt retten, aber es geht darum, dass wir unseren kleinen Teil dazu beisteuern», sagte der Trierer Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) am Mittwoch zum Start des Programms. Seiner Kenntnis nach ist der Plan auch bundesweit einmalig.

Der Aktionsplan Entwicklungspolitik umfasst 193 Maßnahmen, die die Stadt mit Bürgern, Verbänden und Institutionen über die vergangenen zwei Jahre entwickelt hat. Dazu gehören auch die Einführung eines Becherpfand-Systems, die Aufstellung von Sammelvorrichtungen für Pfandflaschen an öffentlichen Mülleimern und die Ausstattung von Schulen und öffentlichen Einrichtungen mit Leitungswasserspendern. Mitarbeiter der Stadtverwaltung bekommen Dienstfahrräder – später auch in einer Elektroversion. Car-Sharing soll ausgebaut werden.

Erde ist eine ‹Limited Edition›

Die Umsetzung des Plans wurde im Januar im Stadtrat einstimmig beschlossen. «Unsere Erde ist eine ‹Limited Edition›: Wir sind in der Verpflichtung, diese Erde zu erhalten, denn weder die Natur noch die Menschheit wird einfach auf einen anderen Planeten umziehen können», sagte Leibe. Der Plan sollte am Abend feierlich ins Leben gerufen werden.

«Der Trierer Aktionsplan Entwicklungspolitik ist ein gelungenes Beispiel für gesellschaftliches Engagement für Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene», teilte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zum Projekt mit. «Nachhaltig leben und wirtschaften – das funktioniert nur dann, wenn es dort verankert wird, wo die Menschen zuhause sind: In den Städten und Gemeinden.»

Ganz bewusst habe man sich für ein «strategisches Programm» mit vielen Akteuren entschieden, sagte die Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik, Lea Horak, in Trier. Bereits angelaufene Projekte seien mit ins Boot geholt worden. Der Plan lege genau fest, wer was bis wann umsetze. Der Zeitraum sei bis 2024 festgesetzt. Jedes Jahr solle überprüft werden, wie die Umsetzung voran komme.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mündiger Bürger am 20.03.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Moos nix los....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mündiger Bürger am 20.03.2019 16:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Moos nix los....