Aus Tierpark in Belgien

05. Oktober 2018 06:53; Akt: 05.10.2018 07:04 Print

Von Wildschwein «Hector» fehlt jede Spur

MEXY – Dank der Tierfreunde aus der Provinz Luxemburg konnte «Hector» der Schlachtung in letzter Sekunde entgehen. Doch wo steckt das beliebte Wildschwein jetzt?

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Wir müssen auch die anderen Schweine retten, erklärt Remy Leite.

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Noch immer fehlt von Wildschwein «Hector» jede Spur: Eigentlich sollte der Eber aus dem Tierpark Athus nahe der luxemburgischen Grenze getötet werden, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Das wussten die Tierfreunde der Provinz Luxembourg allerdings zu verhindern. Sie haben «Hector» vergangene Woche aus seinem Gehege entführt.

Aber wo ist «Hector» jetzt? Hartnäckige Gerüchte der letzten Tage weisen eine Spur nach Mexy in Frankreich. Dort befindet sich die «AEP Association Elyri's Place». Der Verein beschäftigt sich mit der Aufnahme von Tieren in Not oder Lebewesen, die kurz vor der Schlachtung stehen. Bekannt wurde der Verein vor einigen Jahren durch die Rettung von rund tausend Hühnern.

Es wirkt also nicht ganz abwegig, dass es zwischen dem Verein und der Entführung von «Hector» möglicherweise einen Zusammenhang geben könnte. Nicht zuletzt weil Remy Leite, der Präsident des Vereins, sich bereits in der Vergangenheit als Aktivist bei «269 Libération Animale», einer Aktivistengruppe aus Lyon, durch Protestaktionen auf Schlachthöfen einen Namen gemacht hat.

«Ich habe damit nichts zu tun»

Als wir am «Elyri's Place» ankommen, ist von Wildschwein «Hector» allerdings nichts zu sehen. Auf der Rückseite des Grundstücks weiden lediglich zwei Ziegen und ein vietnamesisches Schwein. «Dieses Schwein haben wir aufgenommen, weil es misshandelt wurde», so Leite.

Mit «Hectors» Entführung habe er nichts am Hut. «Ich habe die Geschichte in den Zeitungen verfolgt, aber ich habe mit der Sache nichts zu tun. Ich habe sogar einige alte Kontakte von 269 Animal Liberation angerufen, weil ich vermutet habe, dass sie wüssten, wo Hector ist. Aber auch sie sagen, dass sie nichts mit der Entführung zu tun haben», erklärt Leite weiter. «Ich unterstütze diese Aktion trotzdem und hätte mitgemacht, wenn ich gefragt worden wäre. Aber warum gerade ein Schwein aus einem Tierpark? Was ist mit den anderen?»

Dass es «Hector» gut gehe, beteuerten die Kidnapper bereits vergangene Woche. Sie erklärten im Gespräch mit der belgischen News-Website Shootlux, das sich das Wildschwein bester Gesundheit erfreue: «Er ist auf dem Weg in ein sicheres Gastland. Wir wollen nur das Beste für ihn.»

(Gaël Padiou/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knouter am 05.10.2018 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, wenn ihr so weitermacht und er gefunden wird, dann wird er getötet .. also hört auf andauernd über ihn zu berichten!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Knouter am 05.10.2018 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Tja, wenn ihr so weitermacht und er gefunden wird, dann wird er getötet .. also hört auf andauernd über ihn zu berichten!