«Saarmoji»

27. Januar 2019 15:02; Akt: 27.01.2019 18:19 Print

Wenn Lyoner & Crémant viral gehen

Mehr als 1,5 Millionen Mal wurden die Saarland-Emojis im ersten Jahr nach ihrer Entwicklung verschickt. Jetzt ist das Projekt für einen Preis nominiert.

storybild

Der Lyoner – ein Fleischwurstkringel – ist nicht nur als Speise beliebt, sondern auch als Emoji. (Bild: DPA/Oliver Dietze)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Saarländer gelten als besonders heimatverbunden. Kein Wunder, dass das kleinste Flächenland Deutschlands das erste war, das vor knapp einem Jahr eigene Emojis, die «Saarmojis», als App und zum Herunterladen für das Handy präsentiert hat. Nach Angaben der Anbieter nutzen bis zu 5000 Nutzer am Tag die Stimmungsbildchen – für SMS und Whatsapp-Nachrichten und auch in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook.

Das Projekt, das mit Unterstützung des saarländischen Wirtschafts- und des Bildungsministeriums ermöglicht wurde, ist jetzt für den Politikaward in Berlin nominiert. Zum 16. Mal zeichnet das Fachmagazin Politik & Kommunikation an Mittwoch, 30. Januar, die besten politischen und gesellschaftlichen Kampagnen des vergangenen Jahres aus.

Von «Hauptsach gudd gess» bis «Unn?»

«Das hat uns vom Hocker gehauen. Alleine die Nominierung unter den besten fünf sehe ich schon als Gewinn an», sagte Erfinderin Zymryte Hoxhaj. Die Diplom-Designerin aus der Saarbrücker Kreativgemeinschaft «Bureau Stabil» wird das Projekt gemeinsam mit der Sprecherin des Bildungs- und Kulturministeriums, Marija Herceg, präsentieren. In der Endausscheidung der Kategorie «Digital Public Affairs» treten die Saarmojis gegen Beiträge des Bundesverteidigungsministeriums, des Bundesgesundheitsministeriums, der Landesenergieagentur Hessen, der DAK und von Telefonica Deutschland an.

In zwölf Kategorien wie etwa «Do isses scheen», «Geschwätz» oder «Hauptsach gudd gess» gibt es knapp 400 dieser Illustrationen, zum Teil animiert. Die beliebtesten Motive sind laut Hoxhaj die Lyoner, der beliebte Fleischwurst-Kringel aus dem Saarland, und die typische Frage «Unn?». «Und im Sommer natürlich viel Schwenker» – sprich der saarländische dreibeinige Grill – «und am Wochenende viel Bier und Crémant.»

Auch Luxemburger lieben die Saarmojis

Nach Auskunft der Erfinderin wurden die Saarmojis bereits 150.000 Mal heruntergeladen – nicht nur in Deutschland. Auch 3000 Saarland-Fans im Ausland nutzen die Stimmungsbildchen, die meisten von ihnen in Frankreich und Luxemburg. Offiziell zählen konnten die Anbieter bislang rund 1,5 Millionen verschickte Saarmojis.

Unabhängig davon, ob sich die Saarländer in Berlin gegen die Konkurrenten durchsetzen, geht die Erfolgsgeschichte weiter: Weil Saarmojis laut Commerçon «eine tolle Möglichkeit» seien, junge Menschen für das Thema kulturelle Medienbildung zu begeistern, wurde an den Schulen gerade ein Ideenwettbewerb gestartet. Die die drei besten Schüler-Entwürfe werden in die App mit aufgenommen.

Und nicht nur das Saarland ist von der Idee der eigenen Emojis offenbar begeistert. «Wir arbeiten gerade auch an Motiven für eine andere Region», verriet Erfinderin Zymryte Hoxhaj. Welche dies sei, sei jedoch noch geheim.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.