Tierheime schlagen Alarm

23. Januar 2020 10:20; Akt: 23.01.2020 10:30 Print

«Wir bekommen immer mehr Problemhunde»

TRIER – Immer öfter werden Tiere im Internet gekauft. Weil viele Besitzer mit der Haltung überfordert sind, landen die Vierbeiner in Tierheimen.

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Die Tierheime fordern: Finger weg von Online-Hunden!» (Bild: DPA)

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In Tierheimen sitzen immer mehr schwer vermittelbare Hunde. Ihre Besitzer haben sie im Internet gekauft – und sind mit der Haltung überfordert. Sehr oft handele es sich um frühere Straßenhunde aus Südeuropa oder Zuchttiere von sogenannten Hobbyzüchtern, sagt die erste Vorsitzende des Trierer Tierschutzvereins, Inge Wanken. Viele von ihnen hätten wie «Wanderpokale» bereits mehrfach den Besitzer gewechselt, bevor sie im Tierheim abgegeben würden.

Manche Tiere seien extrem ängstlich, andere würden beißen, könnten nicht alleine bleiben oder ließen keinen Menschen an sich. «Das sind keine Hunde, die junge Familien mit Kindern wollen. Ohne intensives Hundetraining sind sie nicht vermittelbar.» Um auf das wachsende Problem mit schwierigen Hunden aufmerksam zu machen, haben sieben Tierheime und Vereine in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Hessen das «Bündnis Schattenhund» gegründet.

Handel mit Welpen ist «massiv eskaliert»

«Schattenhunde sind Hunde, die irgendwann keiner mehr sieht, weil sie seit Jahren im Tierheim sind – und sie keiner mehr holt», sagt Hundetrainerin Wanken. Zum «Bündnis Schattenhund» gehörten auch die Tierheime in Koblenz, Aachen, Tiere in Not Odenwald, Zweibrücken, Gelnhausen und die Tierhelfer Ingelheim.

Die Problematik mit schwer vermittelbaren Hunden nehme bundesweit in allen Tierheimen zu, sagt der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes vom Deutschen Tierschutzbund, Andreas Lindig. Vor allem durch den Handel mit Welpen, die übers Internet aus dem Ausland gekauft würden, sei die Situation «massiv eskaliert». «Ich sage immer: Finger weg von Online-Hunden!» Man solle seriöse Vereine unterstützen, die die Tiere auch wieder zurücknehmen würden.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mio am 23.01.2020 11:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den Problem as och datt Asyler Konditiounen setzen , wei den Alter , an op een schafft oder zu 2 schafft , an dann kritt een keen , kloer een deen eppes well kritt et , esou kennt et dann zu esou Problemer ! Et as gudd datt Asyler konditiounen setzt mä op et Richtech as hängt vun Fall zu Fall of ! Et as an bleift en lukratift Geschäft , an wann et nemmen 100€ pro Welpen as , kennt je nach dem 600-700€ pro Worf eraus ! Grenzen sinn op an keng Kontroll , ma dann geet et fex ! Et geif heich zeit datt mei kontolleiert geif ginn

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  • snoop am 26.01.2020 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer mehr Hunde.wird immer schlimmer.Scheissen alles voll und die Leinenpflicht interessiert auch keinen mehr.

  • anton am 25.01.2020 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi wir et matt engem Bündnis matt chinesesche Restaurants?

Die neusten Leser-Kommentare

  • snoop am 26.01.2020 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer mehr Hunde.wird immer schlimmer.Scheissen alles voll und die Leinenpflicht interessiert auch keinen mehr.

  • Mia am 26.01.2020 11:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider net Sylvia, och no 2x an der woch während engem halwe Joer mat de Muppen spazeieren huet naischt bruecht um argument dass ech jo schaffe geif (mai partner selbststänneg ass a mir eis wuel opdeeen keinten, sou dass den hond net alleng wär) sou dass mir finalement awer en hond bei en ziichter siche gaangen sinn, deem et zenter 6 joer wuel gudd geet. An och en zweeten hond aus griicheland huet et zenter 3 joer ganz gudd bei eis. Ech ka just soen dass ech vun den déierenasyler hei am land uerg enttäuscht sinn (well ech kennen och leit dei en hond aus dem asyl hunn a wou den hond quasi net eraus kennt, mee hapsaach eeler Leit an der persioun, ne). Et ass awer kloer dass d’Leit sech dann enzwesch anescht en hond siche ginn wou se net no topegkeeten “verurteelt” ginn net gudd genuch fir en hond ze sinn, mee da mussen d’asyler och domadder liewen dass si iwwerlaafen!

  • anton am 25.01.2020 12:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wéi wir et matt engem Bündnis matt chinesesche Restaurants?

  • honga am 24.01.2020 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wee schwätzt schon rumänesch??

  • Manni am 23.01.2020 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gin jo awer och Strossen Henn aus Spunien, Rumänien hei vermettelt, denken dat vill Leit mat esou engem Hond iverlascht sin an déi gin se dann an engem Déierenasyl of. Dat kann ed awer och net sin, misst en dene Strossenhenn ob der Platz hellefen an dem Land wou se hierkommen!