Kiminalfälle.

15. Februar 2016 15:25; Akt: 15.02.2016 15:25 Print

Französische Journalisten ermitteln in Luxemburg

LUXEMBURG – Der Journalist Jean-Marc Morandi rollt in seiner Sendung «Crimes» alte Kriminalfälle auf. Diesmal untersucht er drei Morde, die das Großherzogtum bewegt haben.

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In seinem Haus in Hassel war Camille Kolber an Allerheiligen 2010 ermordet worden. Die mutmaßlichen Täter wurden in einem Revisionsverfahren freigesprochen (Bild: Editpress)

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Der französische TV-Moderator Jean-Marc Morandini hat Ende November das Großherzogtum besucht. Der Grund: Hintergrundrecherchen für die Fernsehsendung Crimes des Fernsehsenders NRJ12. Der Beitrag «Mord per Infusion» beschäftigt sich mit dem Tod von Béatriz Vidaror im Juli 1999. Die Beamtin am Europäischen Gerichtshof wurde im Luxemburger Krankenhaus Clinique d’Eich wegen einer Blutvergiftung durch eine Staphylokokken-Infektion behandelt. Fünf Tage nach ihrer Einweisung starb die 47-Jährige. Das Gericht verurteilt ihren Mann, Charles Missenard, zu zweimal lebenslänglich. Brisant: Missenard war Direktor des Labors der Clinique d’Eich. Er beharrt noch immer darauf, unschuldig zu sein.

Der zweite Fall ist der«Axtmord in Hassel». Am 1. November 2010 wurde der 69-jährige Camille Kolber dort tot in seinem Bett aufgefunden. Drei Männer wurden von der Justiz für seinen Tod verantwortlich gemacht – und wegen Mordes im Januar 214 zu lebenslanger Haft verurteilt. Pascal K., der Adoptivsohn des Opfers, Jeremy B., sein Komplize, und Charles C., der verdächtigt wurde, Camille Kolber getötet zu haben, weil er an sein Erbe kommen wollte. Im März 2015 erreichten die drei, dass das Berufungsgericht denn Fall wieder aufrollte – und sie freigesprochen wurde. Ein Novum in der Justizgeschichte des Großherzogtums.

Der dritte Teil der Luxemburg-Edition von Crimes beschäftigt sich mit dem Mord von Nancy Wolff. Die junge Frau aus Ettelbrück verschwand am 1. Mai 2010. Monatelang suchten die Behörden nach der 26-Jährigen. Am 1. Dezember 2010 verkündeten sie, dass die Leiche von Wolff im Obersauer-Stausee geborgen wurde. Ihr Freund Nelson R. gestand, die Frau nach einem Streit in Nancy getötet zu haben. Zuvor hatte er ausgesagt, dass er gesehen habe, wie Wolff zu zwei fremden Männern ins Auto gestiegen sei. R. wurde in der ersten Instanz zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. In der Berufung wurde die Strafe auf 20 Jahre erhöht.

(MC)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz am 15.02.2016 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Da hat der Herr Morandini den Arzt verpasst, der seine Frau erwürgt haben soll....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Franz am 15.02.2016 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    Da hat der Herr Morandini den Arzt verpasst, der seine Frau erwürgt haben soll....