Parteiinterne Differenzen

12. Oktober 2011 09:20; Akt: 12.10.2011 10:25 Print

Junge ADR löst Vorstand auf

LUXEMBURG – Drei Tage nach den Gemeindewahlen hat sich der Vorstand der ADR-Jugend Adrenalin aufgelöst. Schuld sind die Ansichten ihrer älteren Parteifreunde.

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Am Dienstagabend hat sich der Vorstand der ADR-Jugendorganisation aufgelöst.

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Parteiinterne Uneinigkeit bei der ADR direkt nach den Gemeindewahlen: Am Dienstagabend hat sich die Jugendorganisation der populistischen ADR, Adrenalin, deutlich von der Mutterpartei distanziert und ihren Vorstand aufgelöst.

«Adrenalin bedauert, verkünden zu müssen, dass sich die Mehrheit des Jugendkomitees dazu entschlossen hat, ihr aktives Engagement in der Partei auf Grund von politischen und personellen Differenzen ab sofort aufzugeben und ihre Mandate bei Adrenalin (…) zur Verfügung zu stellen», heißt es in einem Schreiben von Dienstagabend. Fünf von sieben Mitgliedern sind demnach zurückgetreten, darunter der Vorsitzende Andy Maar, sein Stellvertreter Claude Gretsch sowie die Generalsekretärin Jenny Beck. Der Vorstand der Jugendorganisation wurde aufgelöst. Auf Distanz zu «Äußerungen und dahinterstehendem Gedankengut»

Die Entscheidung ist das Ergebnis langer Überlegungen, die bereits seit dem Nationalkongress der Partei im April in Gang seien, heißt es in der Mitteilung. Damals «Die Unterstützung einiger Personen, die in der Öffentlichkeit unvertretbare Äußerungen gemacht haben, ist nicht mit den Vorstellungen und Ansichten der Mehrheit des Vorstands zu vereinbaren.»

Die jungen ADR-ler distanzieren sich ausdrücklich von «Äußerungen und dem dahinterstehenden Gedankengut». Nach dem Parteikongress war von nicht tragbaren «fremdenfeindlichen» Äußerungen die Rede gewesen. Die Bestrebungen der ADR-Mutterpartei, mit rechtem Gedankengut aufzuräumen, habe es zwar gegeben, bestätigt Ex-Jugendvorsitzender Andy Maar über Twitter. «Das ist aber nicht so geschehen, dass es uns erlaubt hätte, einen ordentliche Arbeit als Jugend zu machen.» «Konstruktive politische Arbeit» behindert

Hintergrund sei ein parteiinterner Kampf zwischen dem konservativem und dem liberalen Flügel der Partei. Diese behindere auf Dauer die «konstruktive politische Arbeit», wie die fünf Mitglieder des Adrenalin-Vorstands weiter mitteilen.

Bei den Gemeindewahlen hatte die ADR in vielen Kommunen Stimmen verloren. In Esch flog die populistische Partei gar aus dem Gemeinderat.

(L'essentiel Online)

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