Wickringen-Affäre

12. Juli 2012 17:43; Akt: 12.07.2012 17:56 Print

Keine Hinweise auf Erpressung von Rollinger

LUXEMBURG – Die Staatsanwaltschaft hat keine Anzeichen dafür gefunden, dass Baununternehmer Rollinger von einem Regierungsmitglied erpresst worden ist.

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Hat Ex-Wirtschaftsminister Jeannot Krecké den Bauunternehmer Guy Rollinger unter Druck gesetzt, damit dieser sein Shopping-Center-Projekt in Wickringen fallen lässt? Diesen Vorwurf der Erpressung hat die Staatsanwaltschaft Luxemburg geprüft und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Elemente vorliegen, die diese Annahme bestätigen würden.

Dies erklärte LSAP-Fraktionschef Lucien Lux am Donnerstag nach einem Treffen der Fraktionsvorsitzenden, bei dem der Voruntersuchungsbericht der Staatsanwaltschaft vorgestellt wurde. Auch weitere Zeugen, die die Vorwürfe hätten bestätigen können, seien nicht gefunden worden. Derzeit stehe Aussage gegen Aussage, erklärte Lux.

Parlament entscheidet über Kreckés Immunität

Das Parlament kommt am Dienstag zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Dort soll über das weitere Vorgehen entschieden werden. Die Opposition plädiert dafür, dass die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit fortsetzt. François Bausch (Déi Gréng) geht davon aus, dass dem Antrag, die Immunität von Jeannot Krecké aufzuheben, wahrscheinlich nicht entsprochen wird. Unverständlich sei, warum der Ex-Minister diese nicht selbst habe aufheben lasse.

Die Fraktionspräsidenten haben am Donnerstag den Generaldirektor der BCEE, Jean-Claude Finck, dazu aufgerufen, der Einladung des Haushaltsausschusses nachzukommen. Finck hatte dies abgelegt mit der Begründung, das Bankgeheimnis wahren zu wollen. Die Parlamentarier interessieren sich für ein Telefonat von Innenminister Jean-Marie Halsdorf, in dem er sich über die Bedingungen für eine Darlehensvergabe der BCEE an Guy Rollinger erkundigte. Die Opposition wertet dieses Vorgehen als Verstoß gegen das Bankgeheimnis. Auch in dieser Angelegenheit hat die Staatsanwaltschaft eine Voruntersuchung eingeleitet. Das Ergebnis soll nächste Woche vorliegen.

(L'essentiel Online/tageblatt.lu)

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