Konjunkturprognose

25. November 2015 14:27; Akt: 25.11.2015 15:06 Print

Luxemburgs Wirtschaft drückt 2016 aufs Tempo

LUXEMBURG - Der Statec rechnet das nächste Jahr mit einem stabilen Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent. Zwei Faktoren sorgen jedoch für Unsicherheit.

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2016 wird in Luxemburg wieder kräftig geschafft – der Statec rechnet mit einem Wachstum von 3,4 Prozent. (Bild: Editpress/Upload)

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Luxemburg hat die Konjunkturerwartungen für dieses Jahr nach unten geschraubt. Laut Prognose des Statistikinstituts der Regierung (Statec) wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) dieses Jahr um 3,2 Prozent zunehmen. Bisher war man noch von einem Wachstum von 3,7 Prozent ausgegangen. Die Prognose von 3,4 Prozent Wachstum für 2016 wurde beibehalten, die Experten fügten am Mittwoch jedoch eine optimistische Fußnote hinzu.

Der leichte Anstieg für 2016 ist aber noch mit Unsicherheiten verbunden – wie immer, wenn von der Zukunft die Rede ist. Statec-Direktor Serge Alegrezza sagte am Mittwoch, dass Luxemburgs Wirtschaftsleistung um einen halben Prozentpunkt zurückgehen könnte - und zwar dann, wenn das chinesische BIP noch stärker als erwartet einbricht. Außerdem sorgen die Flüchtlingskrise und der Terrorismus für Irritationen auf den Märkten.

Arbeitslosigkeit erholt sich

Die Staatskasse bekam dieses Jahr die Rückgänge bei den Einnahmen aus der TVA für den elektronischen Handel und aus den Akzisen zu spüren. Letzteres ist vor allem aufgrund durch den niedrigen Ölpreis zu erklären, der Luxemburg weniger attraktiv für Tanktouristen macht. Trotz allem, so die Analyse der Statec, habe das Zukunftspaket der Regierung die Verluste aus der Mehrwertsteuer mehr oder minder wettmachen können. Für 2016 wird das öffentliche Plus im Staatshaushalt des Großherzogtums wie erwartet bei 0,8 Prozent liegen. Die Staatseinnahmen steigen um 4,8 Prozent, die Ausgaben um 4,4 Prozent.

Auf dem Arbeitsmarkt soll sich 2016 der positive Trend fortsetzen. Die Beschäftigung sollte nächstes Jahr 2,5 Prozent wachsen und die Arbeitslosigkeit leicht zurückgehen, so der Statec. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass diese stabile Entwicklung nur durch zusätzliche Fördermaßnahmen erreicht werden kann, nun schafft es der Staat offenbar auch ohne.

Die Gehälter hingegen sollen 2016 nur gering steigen. Der Rückgang des Ölpreises hält die Inflation weiter in Schach. Die nächste Indexierung sollte laut derzeitiger Prognose erst im zweiten Quartal 2016 fällig werden. Aber ganz sicher ist das natürlich nicht – wie immer, wenn es um die Zukunft geht.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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