In Luxemburg

14. August 2015 10:00; Akt: 14.08.2015 10:56 Print

Ein abgeschlepptes Auto kann schnell teuer werden

LUXEMBURG – 557 falsch geparkte Autos hat die Polizei von Januar bis Juli abschleppen lassen. Die saftige Rechnung müssen die Besitzer zahlen.

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Es ist die Angst der Autofahrer, die gerne mal daneben parken, vor einer Einfahrt oder auf dem Behindertenparkplatz. Das Auto wird von der Polizei abgeschleppt und die Strafen zur Auslöse vom Polizeihof sind saftig. 190 Euro kostet es von Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr, 214 Euro abends und am Wochenende. Hinzu kommen 40 Euro pro Tag und die besteuerte Abschleppwarnung.

Bei einem alten Auto kommt es vor, dass die Leute es nicht abholen. Zwar müssen sie dann fürs Abschleppen nicht bezahlen, doch der Wagen kommt vielleicht unter den Hammer. «Nach einer Frist von einem Monat kann die Staatsanwaltschaft über eine Versteigerung entscheiden», sagt Marlene Negrini, Kommissarin vom Polizeihof in Luxemburg-Stadt. Sie und ihr vierköpfiges Team haben schon so manche Anekdote erlebt. Gras, das rund um die Autos wächst; Wracks, die Drogensüchtigen als Unterschlupf dienen. «Einmal haben wir ein Auto abgeschleppt, allerdings schlief noch jemand drin», erzählt die Polizistin.

Mehr als 300 Stellplätze für abgeschleppte Autos

Mittlerweile wird der Polizeihof immer weniger mit abgeschleppten Autos belastet. In der Stadt wurden 2006 noch 1762 Autos abgeschleppt, 2011 waren es 1013, 2014 dann wieder 1351 und 557 im ersten Halbjahr des Jahres 2015. «Und wir sind nicht weniger streng oder weniger zahlreich», sagt Negrini. «An einem normalen Tag müssen wir drei bis fünf Mal eingreifen. Aber am Tag des ING Marathon traf es die Autos von 32 Personen. Die Leute sehen bei einem besonderen Ereignis nicht immer alle Schilder», sagt sie.

Meist durch Patrouillen gewarnt, müssen sich die Beamten vor Ort ein Bild machen, bevor sie den Abschleppdienst rufen. Das Ganze dauert im Durchschnitt eine Stunde und die Autos werden auf den Polizeihof in der Nähe des Park-and-ride-Parkplatzes in Luxemburg-Süd gebracht. Dort gibt es rund 300 Stellplätze. Derzeit warten 90 Autos auf ihre Besitzer – und die Polizei auf die Begleichung der Rechnung.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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