«Ganzheitliche Politik»

20. Juni 2013 11:20; Akt: 20.06.2013 11:28 Print

Colombera gründet eigene Partei

LUXEMBURG - Der abtrünnige Ex-ADRler Jean Colombera hat nach seinem erfolglosen Versuch, Anschluss an bestehende Parteien zu finden, eine eigene Bewegung gegründet.

storybild

Colombera, der sich als praktizierender Allgemeinmediziner seit den 80er Jahren für Naturheilkunde und Homöopathie stark macht, will offenbar die Prinzipien der ganzheitlichen Medizin in der politischen Sphäre umsetzen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Abgeordnete Jean Colombera, der aufgrund parteiinterner Differenzen zusammen mit Jacques-Yves Henckes und weiteren Parteimitgliedern die ADR verließ, hat jetzt seine eigene Partei gegründet. Die «Partei fir Integral Demokratie» (PID) strebt eine «Lösung der aktuellen Probleme aufgrund einer ganzheitlichen Sicht» an und will sich orientiert sich «an den Dimensionen physisch-materiell/sozial-gesellschaftlich/psychologisch-seelisch/geistig-spirituell» oreintieren.

New-Age-Partei?

Colombera, der sich als praktizierender Allgemeinmediziner seit den 80er Jahren für Naturheilkunde und Homöopathie stark macht, will offenbar die Prinzipien der ganzheitlichen Medizin in der politischen Sphäre umsetzen, wenn man dem (noch recht skeletthaften) Parteiprogramm auf der Webseite seiner neuen Partei Glauben schenken darf.

Colombera, der sich als ADR-Abgeordneter bereits für Themen wie die Legalisierung des therapeutischen Einsatzes von Cannabisprodukten einsetzte und deswegen mit der Justiz in Konflikt geriet, will in Zukunft auf politischer Ebene eine «dynamische, interaktive Synergie zwischen einerseits grundverschiedenen Individualitäten und andererseits das Streben nach einer sozialen Kohäsion erreichen und somit die Vitalität des Allgemeinwohls nachhaltig garantieren».

Nach seinem Austritt aus der ADR hatte Colombera erfolglos versucht, bei den Grünen eine neue politische Heimat zu finden und sitzt derzeit als Unabhängiger im Parlament.

(L'essentiel Online/mth)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.