315 Millionen Euro-Projekt
13. Juni 2012 15:08; Akt: 14.06.2012 14:37 Print
Alle 5 Minuten eine Tram durch Luxemburg
LUXEMBURG – Ab 2017 soll das Pendeln in der Hauptstadt eine Revolution erleben. Dann soll die erste Tram durch Luxemburg rollen. Und so soll's funktionieren.
Vom Hauptbahnhof bis zur Luxexpo, über die Avenue de la Liberté, Hamilius, über den Sternenplatz und den Glacis über die rote Brücke und einmal quer über den Kirchberg. Auf dieser Strecke soll ab 2017 eine Straßenbahn durch die Hauptstadt rollen. Am Mittwoch hat Infrastrukturminister Claude Wiseler (CSV) die Einzelheiten dieser Verkehrsrevolution dem Gemeinderat der Hauptstadt mitgeteilt.
Bildstrecken Der neue Bahnhof «Pont Rouge» Tram kommt Autos in die QuereWer ab 2017 mit dem Auto durch die Hauptstadt fährt, für den ändert sich auf folgenden Hauptachsen die Verkehrsführung:
Boulevard Royal: Der Autoverkehr wird nur noch über eine Spur geleitet (zwischen Avenue Emile Reuter und Place de Bruxelles)
Avenue de la Liberté: Der Autoverkehr rollt auch hier nur noch über einzige Fahrspur in der Richtung Place de Paris – Hauptbahnhof.
Avenue Monterey: Die Achse wird völlig für den Autoverkehr gesperrt (zwischen dem Boulevard Royal (Hamilius) und dem Boulevard de la Grande-Duchesse Charlotte).
Zwölf Straßenbahnen rollen dann mit 20 Stundenkilometern durch die Hauptstadt. Tagsüber sollen die Bahnen im 5-Minuten-Takt verkehren, zu Stoßzeiten sogar im 3-Minuten-Takt. Geparkt werden die Züge im Straßenbahndepot, das hinter der Luxexpo auf dem Kirchberg liegen wird.
Wann passiert was?
Damit 2017 die erste Tram durch die Hauptstadt rollen kann, hat das Infrastrukturministerium folgenden Zeitplan vorgesehen:
- 2013 soll das Parlament über die Finanzierung des Großprojekts abstimmen.
- 2014 sollen die Bauarbeiten beginnen und 2016 abgeschlossen sein, so dass
- 2017 die erste Tram fahren kann.
Die Kosten von 315,1 Millionen Euro teilen sich der Staat (zwei Drittel) und die Hauptstadt.
Für 2030 ist ein weiterer Ausbau geplant: Dann soll die Tram auch zum Findel, nach Howald, Gasperich und Zessingen fahren. Diese Weiterführungen dürften 568 Millionen Euro kosten.
Alle 27 Sekunden ein Bus zwischen Innenstadt und Bahnhof
Die Stadt braucht die Tram in ihrer Verkehrsinfrastruktur, das bestätigte Infrastrukturminister Claude Wiseler am Mittwoch erneut. Täglich werden dort 1,66 Verkehrswege mit Fahrzeugen gezählt. Mehr als die Hälfte der ausgestoßenen Menge an CO2 stammt von Autos. Die Nachfrage nach öffentlichen Transportangeboten sei da, so Wiseler: Immer wenn der Staat oder die Staat in den Ausbau investiert hätten, seien die Angebote auch genutzt worden.
So ist die Zahl der Zugreisenden in den vergangenen fünf Jahren explodiert: 25 Prozent mehr Luxemburger nutzen den Zug. Bei den Grenzgängern beträgt der Anstieg 37 Prozent. Bei den Bussen ist die Zahl ähnlich: 121500 Nutzer fahren täglich Bus, dies ist ebenfalls ein Plus von 37 Prozent in den vergangenen vier Jahren. Im Klartext: Auf der Avenue de la Liberté zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof fährt im Schnitt alle 27 Sekunden ein Bus.
(L'essentiel Online mit NW und MC)















Daat nennt een also Fortschrett...
Amplaatz datt all 27 Sekonnen 50 Leit an e Bus kënnen klammen, klammen dann elo all 10 Minutten 1000 Leit an en Tram. Daat versprecht! Wou waarden déi 1000 Leit? Och wann ët der nëmmen sollten 500 sin, daat gët béist Gedrécks... Moies um 8 op der Gare, do kënnt Freed op!
Seilbahn über Grund
Ein Seilbahn über Grund von Bahnhof bis Kirschberg und Expo wäre günstiger und schneller als altmodische Tram. Jede Minute kommt ein 30 Personen Kabine. Und keine Staus.