Cannabis-Freigabe

06. August 2014 11:53; Akt: 06.08.2014 12:41 Print

Für Junge Grüne ist letzter Zug noch nicht geraucht

LUXEMBURG - Déi Jonk Gréng starten eine neue Kampagne für legales Kiffen. Im Herbst laden sie alle Parteien zu einem Runden Tisch ein.

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Déi Jonk Gréng wollen das Thema Cannabis-Legalisierung im Herbst auf die politische Agenda setzen.

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Déi Jonk Gréng fühlen sich momentan ein bisschen wie ein Teilnehmer einer Kiffer-Runde, der nur mehr den letzten Joint-Stummel in die Hand bekommt. Mit ihrer Forderung, den Eigenkonsum von Cannabis zu entkriminaliseren, haben die Jungen Demokraten (JDL) der Ökopartei ein jahrelanges Kernthema einfach weggeschnappt - und brachten die Regierung damit in ordentliche Erklärungsnot. So schnell wollen die jungen Grünen das Thema aber nicht aus der Hand geben: Sie lancieren nun eine eigene Kampagne für legales Kiffen. Der Slogan: «Sie haben es geraucht, sie haben es verteufelt, wir legalisieren es!»

«In unserer Gesellschaft ist der Konsum von Cannabis immer noch von vielen verpönt», heißt es in einem Communiqué. «In Diskussionen werden oft Argumente verwendet, die faktisch nicht richtig unterlegt sind. Eine nötige Aufklärungskampagne könnte helfen, diese Vorurteile aus der Welt zu schaffen.» Mit dem Rückenwind von zwei Regierungsparteien möchte man nun «eine konstruktive gesellschaftliche Debatte anstoßen».

Skepsis in der Regierung

Doch weder der grüne Justizminister Félix Braz noch DP-Fraktionschef Eugène Berger haben sich bisher dezidiert für eine Cannabis-Legalisierung ausgesprochen. Auch die LSAP ist eher skeptisch. Dies sei im Regierungsprogramm nicht vorgesehen, so der Tenor.

Déi Jonk Gréng sehen dennoch einen «Wind of change». Im Herbst will man «alle involvierten gesellschaftlichen Akteure zu einem Rundtisch einladen, um danach eine breite nationale öffentliche Debatte zu starten.» Man darf gespannt sein, ob die Regierung sich mitreißen lässt.

Die Legalisierung der Droge kann sich für Staaten jedenfalls auszahlen. Im US-Bundesstaat Colorado, wo der freie Cannabis-Verkauf seit Januar erlaubt ist, freut man sich über 3,5 Millionen US-Dollar an zusätzlichen Steuereinnahmen.

(fr/jt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • harry am 06.08.2014 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    diese steuereinnahmen angabe ist ohne datum und schon veraltet, stammt sie doch vom april oder so.. mittlerweile dürfte schon das doppelte in die kassen gekommen sein

  • Armand B. am 07.08.2014 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Falls Cannabis nicht legalisiert werden sollte, bin ich unbedingt dafür, auch den Alkohol- und Tabakkonsum unter Strafe zu stellen. Die Logik der Dinge erfordert dies einfach ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Armand B. am 07.08.2014 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    Falls Cannabis nicht legalisiert werden sollte, bin ich unbedingt dafür, auch den Alkohol- und Tabakkonsum unter Strafe zu stellen. Die Logik der Dinge erfordert dies einfach ...

    • pierre b. am 08.08.2014 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      genau so gesin ech dat och

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  • harry am 06.08.2014 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    diese steuereinnahmen angabe ist ohne datum und schon veraltet, stammt sie doch vom april oder so.. mittlerweile dürfte schon das doppelte in die kassen gekommen sein