Leistbarer Wohnraum

12. Juni 2015 15:42; Akt: 12.06.2015 16:04 Print

Wohnen in Kirchberg soll billiger werden

LUXEMBURG - Der Verkaufspreis für neue Eigentumswohnungen auf dem Kirchberg soll drastisch sinken. Das kündigen die Minister Bausch und Nagel an.

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Luxemburg-Kirchberg ist kein billiges Pflaster zum Wohnen – die Regierung will die Preise für Appartements auf dem Plateau aber nun um mindestens 50 Prozent drücken. Aktuell sind Eigentumswohnungen in dem Viertel nicht unter 7150 Euro pro Quadratmeter zu haben. Dank einer Reihe von Maßnahmen soll der Verkaufspreis bei bestimmten Neubauprojekten auf 4200 Euro pro Quadratmeter gesenkt werden – für Personen, die von einer Wohnbeihilfe profitieren, sind es sogar nur 3250 Euro.

Drei aktuelle Projekte sind von dieser Maßnahme bereits betroffen. Im Viertel Kiem, entlang der Avenue Frieden, sollen 820 Wohnungen entstehen, die zu 50 Prozent von der «Société nationale d'habitation à bon marché» (SNHBM) errichtet werden. Der Rest der Appartements wird vom «Fonds d'urbanisation du Kirchberg» realisiert und soll auf dem freien Markt gehandelt werden. Zielgruppe sind in erster Linie Käufer, die in der Stadt Luxemburg arbeiten.

15.000 Einwohner auf lange Sicht

Die beiden anderen Projekte betreffen 560 Wohnungen im Viertel Reimerwee, die das bereits bestehende Quartier Avalan kompletieren sollen. Diese Unterkünfte sollen 2016 zum Verkauf und zur Vermietung bereitstehen. 260 weitere Wohnungen werden 2017 weiter südlich im Quartier Kennedy bezugsfertig sein. Die SNHBM wird an beiden Projekten als 50-Prozent-Bauherr auftreten.

«Die Regierung hat Entscheidungen getroffen, die erschwinglichen Wohnraum ermöglichen sollen», sagten die Minister François Bausch und Maggy Magel am Freitag. Mittelfristig sollen auf dem Kirchberg 6500 zusätzliche Wohnungen zu den aktuell 1400 Einheiten dazukommen. Das Plateau soll dann bereits 15.000 Einwohner zählen. Hinzu kommen 60.000 Angestellte und Arbeiter, die täglich in das Geschäftsviertel pendeln.

Der Zugang zu öffentlichen Transportmitteln auf dem Kirchberg wird sich in den nächsten Jahren spürbar verbessern, versicherten die Minister. Unter der Roten Brücke entsteht derzeit eine neue CFL-Haltestelle, zudem soll 2017 die erste Tram durch Kirchberg rollen. Auch Radfahrer sollen dank eines erweiterten Trottoirs künftig angenehmer über die Rote Brücke radeln können.

(Nicolas Chauty/L'essentiel)

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