Kein Staatsgeld

20. Mai 2015 12:22; Akt: 20.05.2015 14:26 Print

Xavier Bettel weist Spaghetti-​​Kirche zurück

LUXEMBURG – Die Pastafari-Kirche sieht sich als legitime Glaubensgemeinschaft – und fordert Geld vom Staat. Jetzt antwortet Kultusminister Xavier Minister.

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Um 10 Uhr ist Nudelmesse»: In der deutschen Stadt Templin hat sich die «Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters» ein Hinweisschild erstritten. (Bild: DPA/Pastafari.eu)

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Die luxemburgische Kirche des fliegenden Spaghettimonsters ist eine etwas andere Religion. Die Gläubigen beten Nudeln und Bier an und behaupten, dass ihre Kirche im Jahr 963 (genau wie das Großherzogtum) von einem fliegenden Spaghettimonster geschaffen wurde. Mehr als 1000 Jahre sei die Religion (nach Aussage der Gläubigen), doch erst vor einigen Jahren gründete sich auch im Großherzogtum ein Ableger. Der forderte vor einigen Wochen in einem offenen Brief an Kultusminister Xavier Bettel die offizielle Anerkennung als Religionsgemeinschaft – und die damit einhergehende finanzielle Unterstützung des Staats. Genauso, wie die sechs anderen Religionsgemeinschaften, die Anfang des Jahres eine Konvention mit dem Staat vereinbart haben. Die «Pastafaris» erklärten, dass sie mit einem Jahresbudget von 7,5 Millionen Euro zufrieden wären – damit könnten sie angemessen und «wie die Maden im Speck» ihre Religion ausüben.

Und Xavier Bettel hat den «Pastafaris» jetzt geantwortet: In einem dreiseitigen Brief erklärt er in ernsthaftem Ton, dass die Spaghettimonster-Gläubigen nicht von der Religionskonvention profitieren könne, da sie nicht Teil der Arbeitsgruppe waren, die schlussendlich zu der Übereinkunft zwischen Staat und Religion geführt hatte. Dieses Argument finden die Pastafaris «armselig». «Die Anerkennungskriterien bleiben mysteriös», erklärt Pasta-Prediger Strangozzi. Immerhin: «Der Staat nimmt uns endlich ernst.»

Spaghetti-Gläubige müssen noch etwas warten

Für Xavier Bettel kann die Pastafari-Kirche «momentan nicht mit öffentlichen Geldern unterstützt werden, die in den Verhandlungen über die Kirchenkonventionen ausgehandelt wurden». In dieser Aussage des Staatsministers sei vor allem das Wort «momentan» hingewiesen. «Ihre Gemeinschaft muss auf die Verabschiedung des Gesetzes über die Finanzierung von Religionen und anerkannten Glaubensgemeinschaften warten, um eine eventuelle Förderung in Anspruch nehmen zu können», erklärt Bettel.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Vikar Strangozzi sagt: «Wir werden versuchen, beim nächsten Gesetz über die Glaubensgemeinschaften dabei zu sein. Und wir wollen auch eine politische Partei gründen – den Pastafarianeschen Spaghettiveräin (PSV), die sich an monotheistische Wähler widmet.»

(Fatima Rougi/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Besserwisserboy am 20.05.2015 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Daat do ass dach e Witz oder? Wee bied dann eng Nuddel un?! D'Universum ass vun engem "fliegenden Spaghettimontser" erschaf gin, also éierlech, wéi domm kann d'Gesellschaft nach gin??

    einklappen einklappen
  • Pastafan am 20.05.2015 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schade, ich hätte lieber Steuern an die Pastafaris abgetreten als an die Katholiken^^

  • ---God--- am 21.05.2015 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Firwaat net just dei Vereiner ennerstezten dei hier Theorie beweisen kennen ? An nee Märercher dei an der Wüste firun Dausende vun Joer verfaast gouffe an dono zu engem Sammelband zesummengefaast gouffe sin keen Beweis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ---God--- am 21.05.2015 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    Firwaat net just dei Vereiner ennerstezten dei hier Theorie beweisen kennen ? An nee Märercher dei an der Wüste firun Dausende vun Joer verfaast gouffe an dono zu engem Sammelband zesummengefaast gouffe sin keen Beweis.

  • Marc am 21.05.2015 12:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ech ginn jo bei trieden, mee ech sinn Atheist :-)

  • Jean am 21.05.2015 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen di Iddi einfach genial. A wann et och nëmmen ass fir di aaner "Reliounen" ad absurdum ze féieren. Ech gleewen och elo un d'Muecht vun der Spaghetti ! (P)basta !

  • Felix Krull am 20.05.2015 23:16 Report Diesen Beitrag melden

    Charles Darwin hat die Spaghettimonster- Theorie mehrmals bestätigt. Bitte seine Werke nachlesen.

  • don pasti am 20.05.2015 17:32 Report Diesen Beitrag melden

    Diese theorie ist immer noch naeher dran als die der katholischen kirche, ausserdem sollen die selbst fuer ihren unterhalt zahlen.... ich trete den spaghettis jetzt bei!