EU-Statistik

28. März 2016 13:25; Akt: 28.03.2016 13:48 Print

Sind Luxemburgs Straßen besonders gefährlich?

LUXEMBURG – Brisant: Eine neue EU-Studie zeigt, dass die Zahl der Verkehrstoten in Luxemburg ein gutes Stück über dem EU-Schnitt liegt. Was ist los auf unseren Straßen?

storybild

Laut einer Erhebung der Europäischen Kommission gibt es in Luxemburg mehr Verkehrstote als im EU-Schnitt. (Bild: Editpress/Upload)

  • Artikel per Mail weiterempfehlen
Zum Thema

Laut einem Bericht der deutschen Zeitung Die Welt gibt es im Großherzogtum 58 Verkehrstote – pro Jahr und einer Million Einwohner. Das ist deutlich über dem Durchschnitt der 28 EU-Länder. Der liegt nämlich bei 51,5 Toten pro Jahr. Die Welt bezieht sich auf einen Bericht der EU-Kommission über das Jahr 2015, der am kommenden Mittwoch veröffentlicht werden soll.

Bedenklich: Zum ersten Mal seit dem Jahr 2001 sind auf den Straßen Europas wieder mehr Menschen gestorben als im Vorjahr. Vor 15 Jahren waren es noch 54.000 Menschen, die ihr Leben wegen Verkehrsunfällen gelassen haben. Diese Zahl sank bis 2014 um mehr als die Hälfte auf 25.700. Doch im Jahr 2015 gab es wieder mehr Unfälle: Insgesamt sind im vergangenen Jahr 26.000 Menschen bei Unfällen gestorben. Zudem gab es 2015 insgesamt 135.000 Schwerverletzte, die meisten laut EU-Kommission Fußgänger, Radfahrer und ältere Menschen.

Landstraßen besonders gefährlich

Männer sind laut der EU-Statistik übrigens besonders gefährdet: Sie stellen 76 Prozent der Toten. Und am gefährlichsten sind eindeutig Straßen auf dem Land. Dort trugen sich mit 55 Prozent mehr als die Hälfte der tödlichen Unfälle zu. Relativ «sicher» ist man dagegen auf der Autobahn: Gerade einmal sieben Prozent der Unfälle passierten hier. 38 Prozent der tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Stadtstraßen.

Mit seinen 58 Verkehrstoten pro einer Million Einwohner rangiert Luxemburg auf dem selben Platz wie Slowenien und hinter Frankreich (54) und Deutschland (43). In Belgien ist das Autofahren aber noch weit gefährlicher als im Großherzogtum: Dort sterben jedes Jahr sogar 67 Menschen pro Einer Million Einwohner im Straßenverkehr. Trauriges Schlußlicht in Europa: Rumänien und Bulgarien mit jeweils 95 Toten. Spitzenreiter sind Malta (26), Schweden (27) – und die dicht bevölkerten Niederlande (28).

(sen/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Claude Daniels am 28.03.2016 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburger können nicht autofahren, und die Lösung liegt nicht in mehr Blitzer aber in ein vernünftiges Fahrunterricht!

    einklappen einklappen
  • Brigitte am 28.03.2016 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Männer sind besonders gefährdet? Klar, weil sie öfters am Steuer sitzen. Über Land stehen die meisten Strassenbäume. Sie sind das Todesurteil für denjenigen welcher einen Fahrfehler begeht. Der regelmässige Verkauf des Strassenholzes müsste doch locker für Leitplanken reichen. Oder erreicht das Geld nicht die Staatskasse?

  • journalist am 28.03.2016 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig dass der Essentiel aus Luxemburg die Welt aus Deutschland lesen muss um herauszufinden, was in Luxemburg abläuft...

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • K1000 am 28.03.2016 22:36 Report Diesen Beitrag melden

    Här Minister Bausch, maache mer et dann elo endlech eisen deitschen Noperen no ?? 100 km/h op der Landstroos an kee Limit op den Autobunnen, a schon sti mer an den Statistiken vill besser do !!!

  • Patrick Stoffel am 28.03.2016 22:04 Report Diesen Beitrag melden

    der Essentiel und die Welt gehören glücklicherweise nicht zur Pflichtlektüre unseres Transportministers. Sonst würde er noch womöglich als Gegenmassenahme Fahrradfahren Pflicht machen!

  • Brigitte am 28.03.2016 19:26 Report Diesen Beitrag melden

    Männer sind besonders gefährdet? Klar, weil sie öfters am Steuer sitzen. Über Land stehen die meisten Strassenbäume. Sie sind das Todesurteil für denjenigen welcher einen Fahrfehler begeht. Der regelmässige Verkauf des Strassenholzes müsste doch locker für Leitplanken reichen. Oder erreicht das Geld nicht die Staatskasse?

  • journalist am 28.03.2016 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Lustig dass der Essentiel aus Luxemburg die Welt aus Deutschland lesen muss um herauszufinden, was in Luxemburg abläuft...

    • Online-Redaktion am 28.03.2016 20:34 Report Diesen Beitrag melden

      Beim nächsten Mal fragen wir wieder bei Herrn Juncker persönlich nach, versprochen.

    einklappen einklappen
  • Socrates am 28.03.2016 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Landstrassen in luxembourg sind teilweise schon sehr eng und immer noch durch alleen begrenzt.....zudem sieht man, dass es nicht an etwaiger geschwindigkeitsbeschraenkungen liegt......deutschland weit vor belgien und luxembourg