Affäre Luxleaks

27. April 2015 13:56; Akt: 27.04.2015 14:26 Print

Justiz wehrt sich gegen Vorwürfe aus Frankreich

LUXEMBURG – Der Journalist Édouard Perrin wird in der «Luxleaks»-Affäre als Verdächtiger geführt. Ein Anschlag auf die Pressefreiheit?

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Die Anklageerhebung der Luxemburger Justiz gegen den französischen Journalisten Édouard Perrin in der «LuxLeaks»-Affäre sorgt im Nachbarland Frankreich für viele kritische Stimmen. Ihren Unmut äußerten unter anderem die NGO «Reporter ohne Grenzen» und die nationale Journalistengewerkschaft SNJ. Die Staatsanwaltschaft Luxemburg ist nun um Klarstellung bemüht.

«Das Recht, seine Quellen nicht offenlegen zu müssen, wird nicht infrage gestellt. Das gleiche gilt für die Verbreitung von Informationen durch die Presse. Die Pressefreiheit und das Recht auf Information, die Säulen der Demokratie, bleiben gewahrt», sagte die Staatsanwaltschaft von Luxemburg, die auch auf die Gründe der Anklage zu sprechen kommt.

Édouard Perrin soll «aktive Rolle» gespielt haben

Der Anklagebehörde zufolge wird Perrin nicht das Zusammentragen von Informationen vorgeworfen. Er soll vielmehr eine «aktive Rolle» in der Affäre gespielt haben.

«In der Befragung des zweiten Mitarbeiters wurde die Frage aufgeworfen, inwiefern sich der Journalist an den vermuteten Straftaten beteiligt hat. Seine Rolle soll sich nicht auf das Zusammentragen von Informationen beschränkt haben, sondern viel mehr darauf, denjenigen bei der Suche nach den Dokumenten, die ihn interessierten, anzuleiten.»

Die Luxemburger Justiz hatte im Dezember 2014 zunächst juristische Schritte gegen den früheren PwC-Mitarbeiter Antoine Deltour wegen mutmaßlichen Verrats von Geschäftsgeheimnissen eingeleitet. Er soll sich unerlaubt Zugriff auf die Datenverarbeitung verschafft und Informationen weitergegeben haben, die die «LuxLeaks»-Enthüllungen mit auslösten. Im Januar wurde ein zweiter ehemaliger Mitarbeiter der Steuer- und Finanzberatungsfirma als Beschuldigter geführt. Beide Männer sind nach wie vor auf freiem Fuß.

(L'essentiel)

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