Parlamentswahlen

02. Oktober 2013 07:30; Akt: 02.10.2013 15:56 Print

Parteien sorgen sich um junge Arbeitslose

LUXEMBURG - Die Situation am Arbeitsmarkt bleibt eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. Die Parteien denken über Maßnahmen gegen steigende Arbeitslosenzahlen nach.

Paradoxe Entwicklung: Die Arbeitslosigkeit steigt, neue Jobs entstehen trotzdem.

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Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP), der seit Juli 2009 im Amt ist, kann nicht verhindern, dass die Arbeitslosigkeit in Luxemburg in den letzten vier Jahren enorm gestiegen ist. «Paradoxerweise hat Luxemburg in dieser Zeit noch Stellen geschaffen. 7‘000 neue Arbeitsplätze sind trotz der Krise entstanden», erklärte er gestern vor der Presse.

Um das Problem in Griff zu bekommen, setzt die LSAP nicht nur auf eine bessere Arbeitslosenbetreuung bei der Adem. Die Partei will ebenfalls den Unternehmergeist fördern. «Jugendliche, die ihr Unternehmen gründen wollen, müssen besser beraten und in den Arbeitsmarkt intergriert werden», stellte Schmit klar.

Die Koalitionspartei CSV will ihrerseits die Verbindung zwischen der Adem und Beschäftigungsinitiativen verstärken, um Langzeit-Arbeitslosen besser zu helfen. Die Parzei hat dazu eine Reihe von Vorschlägen präsentiert. Darunter ist die Idee, die Zusammenarbeit zwischen dem Patronat und dem Bildungsministerium auszubauen, um Weiterbildungen, angenähert an reelle Bedürfnisse am Arbeitsmarkt anbieten zu können.

Solidaritätspakt und Vorrang bei Ausbildungstellen

Die DP macht sich derzeit Gedanken um einen sogenannten Solidaritätspakt, der den Arbeitgeber verpflichten soll, junge Arbeitslose einzustellen. Als Gegenleistung will die Partei den Patronat von der Pflicht befreien, Gehälter an die Inflation anzupassen.

Eine andere Idee besteht darin, einen «minimalen Unterlohn» für Jugendliche einzuführen, die noch nie gearbeitet haben und keine Qualifikation besitzen.

Déi Gréng streben an, dass der Staat und die Kommunen als erste Ausbildungsstellen anbieten. Co-Vorsitzende der Partei, Sam Tanson: «Es ist vor allem ihre Aufgabe, jungen Leuten zu helfen, ihre professionelle Ausbildung zu vervollständigen.»

(L'essentiel Online/ Patrick Théry)

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