In Luxemburg

29. September 2015 11:56; Akt: 02.10.2015 12:51 Print

Olai gibt 1908 Flüchtlingen eine Bleibe

LUXEMBURG – 113 Unterkünfte hat das luxemburgische Integrationsbüro Olai für Flüchtlinge bereitgestellt. Doch langsam wird es eng.

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Ende August hatte der OLAI bereits gut 1900 Migranten untergebracht. (Bild: Editpress)

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Vergangene Woche haben die 28 EU-Mitgliedstaaten die Umverteilung von 120.000 Flüchtlingen beschlossen, 440 Flüchtlinge kommen nach Luxemburg. Damit steigt die Zahl auf 955 Flüchtlinge im Großherzogtum. In Bezug auf die Unterbringung zog Integrationsministerin Corinne Cahen (DP) in einer parlamentarischen Antwort an den déi Lénk-Abgeordneten Serge Urbany Bilanz:

Ende August hat das luxemburgische Integrationsbüro (Olai) im Detail diese Flüchtlingsgruppen untergebracht:

- 586 Antragsteller auf internationalen Schutz - 136 Neuankömmlinge im Erfassungsprozess - 631 Flüchtlinge, deren Antrag auf internationalen Schutz abgelehnt wurde - 363 Flüchtlinge, die internationalen Schutz erhalten - 49 Menschen, die eine befristete Aufenthaltserlaubnis erhalten - 56 Antragsteller im Rahmen des Dublin-Verfahrens - 87 Wanderarbeiter

Wohnungsmangel verschärft sich

Insgesamt hat das Olai Ende August 1908 Flüchtlinge untergebracht. «Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer eines Antragstellers in den Strukturen des Olai beträgt etwa zweieinhalb Jahre», erklärt Cahen und weist darauf hin, dass die längste Unterbringungszeit einiger Flüchtlinge aber am 29. Januar 2003 begann. Die Neuankömmlinge werden in einer der 113 Unterkünfte (kommunaler Wohnungsbau, staatliche Einrichtungen, Privathäuser, etc.) untergebracht.

Dort stehen mehr als 200 Betten zur Verfügung. Aber «mit 240 Neuankömmlingen allein im August und 325 in den ersten beiden Septemberwochen, verschärft sich der Wohnungsmangel», sorgt sich die Ministerin. Um mehr Wohnraum zu schaffen, hat die Regierung kürzlich einen Plan für die Aufnahme von Flüchtlingen vorgestellt.

Familien können Flüchtlinge aufnehmen

Ende August wurden 77 Flüchtlinge bei Privatpersonen untergebracht. «Der Wunsch bei einer Privatperson zu bleiben, in der Regel ein Familienmitglied oder ein Bekannter, geht von den Flüchtlingen aus. Das Olai überprüft die sanitären Bedingungen, gewährt den Wunsch und versorgt den Antragsteller mit Lebensmitteln», sagte die Ministerin.

Cahen erklärte zudem in der parlamentarischen Antwort, dass die Unterbringung bei Privatleuten «ein ergänzendes Mittel sein kann» und betonte die Bedeutung einer «professionellen Unterstützung». «Wir dürfen nicht vergessen, dass diese Menschen oft großes Leid erlitten und Traumata haben.»

Die Regierung beabsichtigt, die Unterbringung von Flüchtlingen bei Privatpersonen zu begrenzen. «In diesem Rahmen wird das Olai die interessierten Personen kontaktieren und für den notwendigen Rahmen für diese Art der Unterkunft sorgen. Ziel wird es sein, ein echtes Netzwerk für die Unterbringung bei Privatleuten zu schaffen», sagt Cahen.

(Fatima Rougi/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • boien am 02.10.2015 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    me cahen an wou kommen eis leit dann ennerdach déi op der strooss liéewen

Die neusten Leser-Kommentare

  • boien am 02.10.2015 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    me cahen an wou kommen eis leit dann ennerdach déi op der strooss liéewen