Auktion in Sanem

21. März 2016 07:27; Akt: 21.03.2016 07:37 Print

Nervenkitzel: Ein Autokauf als Lotteriespiel

SASSENHEIM - Autokauf per Auktion: Bei den Teilnehmern der Autoauktion in Sassenheim ist das Bieten Nervenkitzel pur - auf Schnäppchen oder Katastrophe.

storybild

Zuschlagen? Oder doch nicht? Die Interessenten können sich die Autos eine halbe Stunde ansehen.

Zum Thema

«Eine Auktion ist wie eine Pralinenschachtel, man weiß nie was man bekommt.» Diese leicht abgeänderte Zitat aus dem Filmklassiker «Forrest Gump» trifft auf die Veranstaltung in Sassenheimam vergangenen Donnerstag voll zu. Denn dort kamen Autos unter den Hammer. Für die Beteiligten ein lustvolles Spiel mit der Hoffnung auf den Jackpot.

So geht etwa ein BMW 335 mit 107.000 Kilometern für 13.400 Euro an seinen neuen Besitzer. Auf den ersten Blick ein normaler Preis. Oder war es doch ein Schnäppchen? Einige auf der Auktion bedauern vielleicht, nicht mehr geboten zu haben. «Es ist wie ein Lotteriespiel. Manchmal steht da ein Hauptpreis, manchmal eine Katastrophe», sagt Claude, der regelmäßig auf solchen Veranstaltungen sein Glück herausfordert.

Bieter legen Preis fest

23 Autos, ein 125-cm³-Motorrad und ein «Pocket Bike» – das ist ein Mini-Motorrad – bekamen bei der dritten Veranstaltung für dieses Jahr in Sassaenheim einen neuen Besitzer. Die meisten der Fahrzeuge wurden von ihren Vorbesitzern gerichtlich beschlagnahmt. 30 Minuten vor dem Beginn der Auktion dürfen sich die Interessenten die Autos ansehen. Mehr als 160 potenzielle Käufer waren wieder dabei. Es sind sowohl Händler als auch Privatpersonen vor Ort und hoffen auf ein gutes Händchen. «Es kommen immer mehr Leute. Letztendlich sind sie es, die den Preis festlegen», heißt es vom Veranstalter.

Das minimale Gebot steht jeweils bei 50 Euro. Einige Modelle werden für weniger als 100 Euro verkauft. Der Käufer muss vor Ort zunächst zehn Prozent des Preise löhnen. Dann hat er eine Woche Zeit, um seine Gefährt abzuholen und den restlichen Betrag zu begleichen.

Insgesamt flossen am Donnerstag knapp 93.000 Euro durch die Verkäufe in die Staatskasse. Die Auktionen werden vom Zoll organisiert. 2015 wurden so 269 Autos und Motorräder verkauft.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.