Baby von Eppeldorf

13. November 2015 12:06; Akt: 13.11.2015 12:31 Print

Todeszeitpunkt gibt der Justiz Rätsel auf

LUXEMBURG – Wann starb das Baby von Eppeldorf? War es Mord oder Körperverletzung? Die Ergebnisse der Autopsie sind widersprüchlich. Jetzt holt die Justiz Spezialgutachten ein.

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Im Fall des Babys, das am Dienstag in der Weißen Ernz bei Eppeldorf gefunden wurde, bleibt vorerst weiter offen, ob es bei seiner Aussetzung im Freien schon tot war. Die Obduktion habe das nicht geklärt, sagte der luxemburgische Justizsprecher Henri Eippers am Freitag. «Wir brauchen weitere Gutachten, um über den Todeszeitpunkt Gewissheit zu bekommen.»

Dabei dreht sich alles um eine Frage: War der sechs Monate alte Junge bereits tot, als er in die Weiße Ernz bei Eppeldorf geworfen wurde? Oder starb er erst im Wasser? Die Beantwortung dessen entscheidet, wie schwer das Verbrechen wiegt. «Das eine ist Körperverletzung mit Todesfolge», sagt Eippers zu L'essentiel. «Das andere Mord.»

Experten im Ausland untersuchen Baby-Leiche

Zur Klärung der Frage hat die Justiz zusätzliche Untersuchungen bei Experten im Ausland in die Wege geleitet. «Es wird mehrere Wochen dauern, bis es Ergebnisse gibt», sagt Eippers. Derweil nehme die Kriminalpolizei den Fall weiter unter die Lupe.

Der sechs Monate alte Junge war am Dienstag nach einer groß angelegten Suche bei Eppeldorf gefunden worden. Der Notarzt konnte das Baby nicht mehr wiederbeleben. Die Mutter kam unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Aber auch Totschlag oder Körperverletzung mit Todesfolge werden laut Eippers nicht ausgeschlossen. Weitere Details nannte er nicht.

(sen/L'essentiel/dpa)

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