100 Jahre Arbed

15. September 2011 15:39; Akt: 15.09.2011 17:18 Print

Stahljubiläum in Zeiten der Angst

LUXEMBURG – Während sich die Luxemburger Stahlgemeinde um die Zukunft der Werke in Rodingen und Schifflingen sorgt, haben illustre Gäste in der Rockhal «100 Jahre Stahl in Luxemburg» gefeiert.

storybild

Diese Persönlichkeiten feiern am Donnerstag die Stahlgeschichte des Landes: Wirtschaftsminister Krecké, Premierminister Juncker, Großherzog Henri mit seiner Frau, Lakshmi Mittal, die Escher Bürgermeisterin Mutsch und Michel Wurth von ArcelorMittal. (Bild: Editpress)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Großherzog, ArcelorMittal-Chef Lakshmi Mittal, Premierminister Jean-Claude Juncker und viele andere illustre Gäste waren unter den 1750 Eingeladenen in der Rockhal, die am Donnerstagnachmittag das 100-jährige Jubiläum des Stahls in Luxemburg feierten.

Feierstimmung hatte in der Luxemburger Stahlgemeinde in den vergangenen Wochen nicht geherrscht. Denn wie in ganz Europa wird um die Zukunft der Produktion gefürchtet. Die Werke von Rodingen und Schifflingen könnten nach schlechten Ergebnissen ernsthaft vom Aus bedroht sein. Trotz eines erst im Juni verabschiedeten Rettungsplans besteht nach letzten Aussagen von Unternehmens- und Gewerkschaftsseite «akutes Risiko» für Rodingen und Schifflingen. Hier wird Baustahl produziert, für den die Nachfrage stagniert.

Produktion herunterschrauben, wenn nötig

Klare Zusagen für die Zukunft des Stahls in Luxemburg waren so am Donnerstag nicht auf der Tagesordnung des Jubiläums: In seiner Rede erinnerte ArcelorMittal-Chef Lakshmi Mittal daran, dass die Stahlindustrie sich stets «ihres zyklischen Charakters erinnern» müsse. Das sei der Schlüssel zum Erfolg. Sie müsse sich dieser Eigenart anpassen und die Schwierigkeiten überwinden, wenn sie sich stellen. Für die europäische Stahlindustrie sei dies von entscheidender Bedeutung. Die ArcelorMittal-Werke in Luxemburg, Frankreich und Spanien müssten sich in den kommenden Monaten auf den Erfolg konzentrieren, und das in einem Umfeld, in dem Wachstum nicht automatisch gesichert sei.

Lakshmi Mittal erinnerte zudem an die Krise 2008, die ArcelorMittal durch deutliches Herunterschrauben der Produktion überstanden habe: « Wir müssen stets bereit sein, es erneut zu tun, wenn die Umstände es erfordern.»

L'essentiel Online mit Tageblatt

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Robert am 26.10.2011 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Arbed feiert 100 Jahre Gründungsfest, dies kann keine Feier für die ARBED sein, wo der Name ARBED nicht mal erwähnt werden durfte, als ob man sich dessen schämen müsste. Man umging dies meisterhaft, indem man nur von "100 Jahre Stahl in luxemburg " sprach.Dem grössten Hersteller von Stahl ging es bei seiner feindlichen Übernahme der Arcelor nur um einen Konkurenten weniger zu haben und an die Verträge und Patente zu kommen.Als die Arbed noch bestand und es ihr schlecht ging, sprang der Luxemburger Staat bei und nur ein Politiker hat von der Arbed als Gegenleistung Garantien verlangt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Robert am 26.10.2011 12:08 Report Diesen Beitrag melden

    Arbed feiert 100 Jahre Gründungsfest, dies kann keine Feier für die ARBED sein, wo der Name ARBED nicht mal erwähnt werden durfte, als ob man sich dessen schämen müsste. Man umging dies meisterhaft, indem man nur von "100 Jahre Stahl in luxemburg " sprach.Dem grössten Hersteller von Stahl ging es bei seiner feindlichen Übernahme der Arcelor nur um einen Konkurenten weniger zu haben und an die Verträge und Patente zu kommen.Als die Arbed noch bestand und es ihr schlecht ging, sprang der Luxemburger Staat bei und nur ein Politiker hat von der Arbed als Gegenleistung Garantien verlangt.