Arbeitskräfte

21. Juni 2012 12:38; Akt: 21.06.2012 13:40 Print

Luxemburger machen weniger als ein Drittel aus

LUXEMBURG - Weniger als ein Drittel der Stellen in Luxemburg sind von Luxemburgern besetzt. Die meisten Arbeitskräfte stammen aus Frankreich. Das war nicht immer so.

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Weniger als ein Drittel der Stellen in Luxemburg sind von Luxemburgern besetzt: Einheimische machen auf dem Arbeitsmarkt nur 29 Prozent aus. Fast jede zweite Arbeitskraft pendelt. Denn 44 Prozent der Stellen sind von Grenzgängern besetzt, 27 Prozent machen in Luxemburg ansässige Ausländer aus. Das geht aus einer Studie des Statec zur Entwicklung des Arbeitsmarktes zwischen 1960 und 2010 hervor, die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Nicht immer war der Arbeitsmarkt in Luxemburg dermaßen in Grenzgänger-Hand: 1961 betrug ihr Anteil lediglich drei Prozent (für 3700 Personen). Der größte Anstieg geht überein mit der Schaffung vieler Arbeitsplätze auf dem Finanzplatz im Dienstleistungsbereich. So hat sich der Anteil der Grenzgänger zwischen 1986 und 2010 verachtfacht.

Woher stammen die Arbeitskräfte?

Neben den gut 103 900 Luxemburgern sind die meisten Arbeitskräfte Franzosen (83 700), Portugiesen (44 600), Belgier (44 600), Deutschen (38 700) und Italienern (8600). Auch bei den Grenzgängern liegen die Franzosen vorn: Gut die Hälfte der Pendler stammt aus Lothringen, die andere Hälfte teilt sich etwa gleich unter Deutschen und Belgiern auf.

In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Zahl der Arbeitskräfte in Luxemburg insgesamt verdreifacht: Waren 1960 insgesamt 132 700 Menschen in Luxemburg beschäftigt, waren es 2010 bereits 358 600.

(sb/L'essentiel Online)