Neues Gefängnis in Sassenheim

26. März 2014 18:31; Akt: 27.03.2014 09:22 Print

«Gefängnis soll mehr Platz für Freiraum bieten»

SASSENHEIM - Das neue Gefängnis in Sassenheim soll Ende 2017 bezugsfähig sein und 400 Häftlingen Platz bieten. Der Schwerpunkt liegt auf Reintegration.

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Bei der Eröffnung sollen einen Teil der Gefangenen aus Schrassig verlegt werden – bis das neue Gefängnis in Sassenheim bezugsfähig ist.

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In Sassenheim entsteht ein Gefängnis, das ergänzend zu Schrassig gebaut wird. Das Projekt ist auf 155 Millionen Euro veranschlagt worden.

Dies teilte am Mittwoch der Justizauschuss mit, der einige Zusatzinformationen zum geplanten Bau veröffentlicht hat. Das Gefängnis in Sassenheim soll voraussichtlich Ende 2017, Anfang 2018 bezugsfähig sein und 400 Strafgefangene aufnehmen können. «Ziel ist es, ein Gefängnis zu bauen, das den Inhaftierten mehr Freiraum, Ausbildungs- und Sportmöglichkeiten, also mehr Autonomie bietet», erklärte Kommissionsvorsitzende Josée Lorsché (Déi Gréng). Dafür stehen 40 Hektar Fläche zur Verfügung, das Gebäude allein umfasst 8,5 Hektar.

Ombudsfra Lydie Err verfasste Bericht

Bei der Eröffnung soll ein Teil der Gefangenen aus Schrassig verlegt werden – bis das neue Gefängnis in Sassenheim bezugsfähig ist. Josée Lorsché stellt den menschlichen Aspekt und die Einhaltung der Menschenrechte in den Vordergrund. Dieses ehrgeizige Projekt möchte seinen Beitrag zur Verbesserung der Bedingungen im Gefängnis leisten, wie es die vorherige Regierung angekündigt hat.

Am 11. Februar hatte die Ombudsfra Lydie Err einen Bericht zum Zustand in Luxemburgischen Gefängnissen veröffentlicht. Trotzt Zufriedenheit waren noch einige 2Probleme vorhanden. Neben Vorschlägen wie beispielsweise die Verstärkung der Sicherheit im Jugendgefängnis in Schrassig hat sie auch auf weitere Missstände wie dreckige und gesundheitsschädliche Duschen, keine genauen Regeln bezüglich der Größe einer Zelle und Belüftung hingewiesen.

(L'essentiel/fru/ns)