Armut in Luxemburg

17. Dezember 2014 07:30; Akt: 17.12.2014 07:43 Print

«Lebensmittelbank» hat immer mehr Kunden

LUXEMBURG - Die Zahl der Menschen, die die Hilfe der Lebensmittelbank und von sozialen Geschäften in Anspruch nehmen, steigt von Jahr zu Jahr.

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Die Pakete der Lebensmittelbank haben allein in der vergangenen Woche 294 Familien geholfen. (Bild: Editpress)

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Für viele Luxemburger verläuft der soziale Abstieg immer dramatischer. In einem neuen Bericht über «Arbeit und sozialen Zusammenhalt» geht die Statistikbehörde Statec von einem Armutsrisiko für 16 Prozent der Bevölkerung aus.

Die Zahl der Menschen, die die Dienste von sozialen Einrichtungen in Anspruch nehmen, die Nahrungsmittel an Arme verteilen, nimmt zu. Allein in der vergangenen Woche wurden 294 Pakete der Lebensmittelbank für 506 Erwachsene und 397 Kinder ausgegeben. «Neulich gaben wir 337 Pakete aus – das ist ein Höchstwert seit unserer Gründung im Jahr 2010», sagt Marc Olinger, Schatzmeister der Bank. Die Effekte der Krise werden auf beiden Seiten spürbar. Zum ersten Mal hat der Verein weniger Nahrungsmittel als im Vorjahr gesammelt (53.167 Kilo in 2014, 55.670 Kilo in 2013).

Nachfrage lässt nicht nach

In den sozialen Lebensmittelgeschäften lässt die Nachfrage ebenfalls nicht nach. Die sechs «Butteken» des Roten Kreuzes helfen jeden Monat zwischen 350 und 400 Menschen. Die Caritas-Butteken in Esch/Alzette und Diekirch haben 4665 und 8360 Bezahlvorgänge in den ersten zehn Monaten 2014 registriert. Das ist so viel wie im ganzen Jahr 2013.

«Die Zahl der Familien, die Hilfe benötigen, wächst jedes Jahr», sagt Jeremie Langen, der bei der Caritas für die sozialen Aktionen verantwortlich ist. «Jeder Laden wird heute im Durchschnitt von hundert Familien genutzt. »

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martine am 17.12.2014 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ma nach e bessi TVA a Steieren erheijung da gin mer geschwenn all dohin

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martine am 17.12.2014 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Ma nach e bessi TVA a Steieren erheijung da gin mer geschwenn all dohin

    • Tom Jones am 17.12.2014 20:52 Report Diesen Beitrag melden

      Dat deet de Bock dann schnadderen :-)

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