Pont Adolphe

24. Februar 2014 13:07; Akt: 24.02.2014 18:14 Print

Brückensanierung wird mit Radweg noch teurer

LUXEMBURG - Auf der neuen Adolphe-Brücke ist kein Radweg vorgesehen. 200 Radfahrer haben am Montag dagegen protestiert. Der Verkehrsminister verspricht nun eine Lösung.

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Kurz vor der Freigabe der blauen Behelfsbrücke über das Petrusstal haben rund 200 Radfahrer am Montag für einen sicheren Radweg protestiert. Aufgerufen zu dem Protest hatte die Lëtzebuerger Vëlos-Initiativ (LVI). «Der Radverkehr wurde weder auf der provisorischen, noch auf der erneuerten Brücke berücksichtigt», beklagen die Verantwortlichen der LVI.

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Die Beschwerde stößt bei Verkehrsminister François Bausch (déi gréng) auf offene Ohren. Dieser mischte sich unter die radelnden Demonstranten. Doch eine Lösung für einen Fahrradweg auf der Behelfsbrücke, über die während der Sanierungsarbeiten am Pont Adolphe sämtlicher Verkehr von der Innenstadt Richtung Bahnhof fließen wird, hat auch der Minister nicht.

Mit Radweg wird's teurer

Im Gegenzug versprach Bausch eine Lösung für die historische Brücke: «Wir suchen aber nach einem Ausweg für den Pont Adolphe», so Bausch. Laut der bisherigen Pläne ist weder auf der blauen Brücke, noch im Gesetzesprojekt für die verbreiterte historische Brücke ein Radweg vorgesehen.

Im Verkehrsministerium werden derzeit drei Möglichkeiten untersucht, wie der vergessene Radweg nachträglich hinzugefügt werden könne, versprach François Bausch. Demnach könnte auf dem künftigen, verbeiterten Pont Adolphe ein breiterer Fuß- und Radweg gebaut werden als bisher geplant. Dann bliebe allerdings weniger Platz für die Tram. Zudem müssten die Balustraden der historischen Brücke so erhöht werden, dass keine Gefahr für Radfahrer bestehe. Welche Kosten dies mit sich bringt, ist unklar.

Blaue Brücke öffnet später als geplant

Alternativ könnte auch die zweite Brücke, das sogenannte Viadukt, zwischen Bahnhofsviertel und Gericht (Cité judiciaire) mit ihrem bereits vorhandenen Radweg ausgebaut werden. Die Kosten dafür lägen bei 2,5 bis 3 Millionen Euro. Dritte Möglichkeit wäre der Bau einer getrennten Brücke für Fußgänger und Radfahrer über das Petrusstal parallel zur historischen Brücke. Kosten würde der Bau zwischen 4,2 und 6,8 Millionen Euro. Der Minister und die Rad-Lobbyisten wollen bei einem Treffen am 17. März erneut über die Möglichkeiten diskutieren.

Im Frühjahr soll die Sanierung der historischen Brücke beginnen. Dann fließt der Straßenverkehr über die blaue Behelfsbrücke. Diese wird allerdings nicht wie geplant in der ersten Märzwoche eröffnet, sondern erst «in einigen Wochen», wie Verkehrsminister Bausch gegenüber «L'essentiel» bestätigte. Die Sanierung des Pont Adolphe wird 36 Monate dauern. Über die historische Brücke soll nach der Sanierung in gut drei Jahren die künftige Straßenbahn rollen, aber auch Busse, Autos, Fußgänger und Radfahrer.

(sb mit th/L'essentiel)

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