Studie

15. November 2011 12:58; Akt: 15.11.2011 15:48 Print

Nicht jeder freut sich auf digitale Patienten-​​Akte

LUXEMBURG – Laut einer Studie sind die Luxemburger zufrieden mit ihrem Gesundheitssystem. Bei der elektronischen Patientenakte aber bestehen bei manchem Vorbehalte.

storybild

Für die Behandlung im Krankenhaus würde fast jeder Dritte ins Ausland gehen, wenn dort eine bessere Qualität gegeben ist. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Luxemburger haben im Hinblick auf ihr Gesundheitssystem wenige Beschwerden. 28 Prozent von ihnen sind mit den Leistungen sehr, 61 Prozent mittelmäßig zufrieden. Elf Prozent geben dem Gesundheitssystem sogar die Bestnote «exzellent», 58 Prozent finden es «sehr gut». Dies ist das Ergebnis einer Deloitte-Studie. Das Consulting-Unternehmen hat im vergangenen Mai 430 Erwachsene über ein Online-Formular befragt.

Dennoch gibt es einige Verbesserungsvorschläge: Fast jeder Zweite wünscht sich kürzere Wartezeiten, jeder Vierte ein besseres Eingehen auf den Patienten. Die Hälfte aller Befragten glaubt, dass es möglich wäre, im Gesundheitssystem zwischen zehn und 30 Prozent einzusparen, z.B. durch das Abbauen von Bürokratie.

Meinung bei Patientenakte geteilt

51 Prozent der Befragten steht laut der Studie der Einführung einer elektronischen Patientenakte positiv gegenüber. Die Regierung will dieses Dossier einführen, um den Informationsausstausch zwischen behandelnden Ärzten zu vereinfachen. Jeder Fünfte hat jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes.

Fast alle Befragten (91 Prozent) gaben an, dass sie einen Mediziner als Hausarzt ausgewählt haben. Somit dürfte die Einführung des Referenzarzt-Modells zum 1. Januar 2012 für viele Bürger keine Änderungen mit sich bringen.

Jeder Dritte (31 Prozent) ist bereit, im Ausland ein Krankenhaus zu besuchen, wenn dort eine bessere oder schneller Behandlung möglich ist.

ks/L'essentiel Online

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.