Laufbahn reformiert

10. September 2012 07:17; Akt: 10.09.2012 07:47 Print

So viel verdienen Beamte ab 2015

LUXEMBURG – Die Beamtenlaufbahn wird neu geregelt. Lange wurde über die künftige Besoldung gestritten. Nun steht fest, welcher Beamte ab 2015 wie viel Geld bekommt.

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Schauen nicht alle besonders glücklich aus, die Verantwortlichen von Regierung und Beamtengewerkschaft CGFP bei der Unterzeichung des Gehälterabkommens im April. (Bild: Editpress)

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Ab Januar 2015 wird sich für die Beamten einiges ändern. Das beginnt bei der Ausbildung in der sogenannten «Stage». Zu Beginn der drei Praktikumsjahre bekommen die Anwärter auf den Beamtenjob dann nur noch 80 Prozent ihres künftigen Gehalts gezahlt, im dritten Jahr sind es 90 Prozent. Weniger als den qualifizierten Mindestlohn (derzeit 1801 Euro) dürfen die Auszubildenden im öffentlichen Dienst jedoch nicht bekommen.

Genau diese Kürzung bei der Bezahlung der Berufsanfänger war einer der Hauptstreitpunkte zwischen der Regierung und der Beamtengewerkschaft CGFP. Beide Parteien waren im Frühjahr durch eine Schlichtungsprozedur gegangen, bis im April die Einigung stand. Nun ist das Gesetzesprojekt veröffentlicht worden.

Zwischen 1795 und 11 742 Eur pro Monat

Die Beamten-Laufbahn wird darin völlig neu geregelt. So wird das alte System aus dem Jahr 1963 abgelöst von einem Schema, bei dem die Besoldung einzig auf dem Grad und der Ausbildung beruht. Zwischen 1795 Euro für einen Ober- oder Hauptgefreiten und 11 742 Euro pro Monat für einen hohen Beamten wie den Vorsitzenden des Verwaltungsgerichts oder einen Staatsanwalt bekommen die Beamten dann je nach Anstellung (nach dem heutigen Index gerechnet).

Der Aufstieg soll durch das neue Abkommen fairer geregelt werden. So zählen Berufserfahrung, Ausbildung und die Bewertung der Kompetenzen.

(L'essentiel Online/Jérome Wiss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 20.11.2013 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Der Aufstieg in dieser Form bedeutet alles und auch gar nichts. Wer die (fragwürdige) Arbeitsweise des Staatsapparates kennt, gelebt und erlebt hat, weiß, dass der Aufstieg dann nur noch als "Yes-Man" möglich ist. Nur wer es versteht, seinen Vorgesetzten zu gefallen (persönlich, nicht vom Arbeitspensum her betrachtet), kann und darf Spezialkurse belegen, (schriftlich erwiesen durch Diplome) an Erfahrung gewinnen, seine Kompetenzen (die Wichtigekeit des Beamten am runden Tisch) erlangen und somit besser bewertet werden. Na denn gutes Gelingen...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 20.11.2013 17:59 Report Diesen Beitrag melden

    Der Aufstieg in dieser Form bedeutet alles und auch gar nichts. Wer die (fragwürdige) Arbeitsweise des Staatsapparates kennt, gelebt und erlebt hat, weiß, dass der Aufstieg dann nur noch als "Yes-Man" möglich ist. Nur wer es versteht, seinen Vorgesetzten zu gefallen (persönlich, nicht vom Arbeitspensum her betrachtet), kann und darf Spezialkurse belegen, (schriftlich erwiesen durch Diplome) an Erfahrung gewinnen, seine Kompetenzen (die Wichtigekeit des Beamten am runden Tisch) erlangen und somit besser bewertet werden. Na denn gutes Gelingen...

    • Krtikier am 15.05.2016 15:59 Report Diesen Beitrag melden

      Ja das stimmt zwar dass heutzutage persönliche Beziehungen wichtiger sind als das die Arbeit selbst. Dazu finde ich dass gerade bei der Polizei mehr Drogenkontrollen gemacht werden sollten, da es schon seit einem langem Verdacht die Polizei und Armee selbst im Drogen konsum/handel steckt ( persöniche Informationen). Die Polizei und die Armee kann man sagen 50% stecken da mit drin, aber diesen Leute ist das egal und spielen sich oft als scheinheilig dazu muss ich sagen dass die Polizei ihr Arbeit in der Drogenszene lasch respektiv zu wenig ist.

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