«DIFFERDINK»

17. August 2012 16:39; Akt: 20.08.2012 08:18 Print

Tattoo-Meeting der Extraklasse

DIFFERDINGEN - Am Wochenende kann man in einigen der besten Tätowierer Europas in Differdingen begegnen. 3000 Besucher werden zu «Differdink» erwartet.

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Tattoos gelten in Luxemburg längst als salonfähig und zwar seit etwa zehn Jahren, wie Alain Junckel, alias The Bee, bestätigt. Der Tätowierer aus Differdingen organisiert von Samstag bis Sonntag die «Differdink» Tattoo Convention, auf der er Kollegen aus Frankreich, Belgien, Deutschland, Ungar oder gar Tahiti empfangen wird. Eine Premiere auf hohem Niveau.

«Das Event wird von Pascal Tourain moderiert, der weltweit solche Events präsentiert. Es ist genial, dass er kommen konnte», freut sich The Bee, der schon recht stolz auf sein Lineup ist. «Da gibt es Lou von Iguana Tattoo, der Größte in ganz Belgien und auch drei ausgezeichnete Ungarn, sowie Jack Ribeiro, einer der Besten für figurative Tattoos, was sehr schwer zu finden ist». Insgesamt werden zwanzig Tattoo-Künstler an einem Wettkampf teilnehmen. Auch eine Gelegenheit, die aktuellen Trends auf dem Gebiet zu entdecken.

Meine Tattoos erzählen meine Lebensgeschichte

«Sterne bleiben ein großer Trend,» erklärt Alain Junckel, «Aber was in den letzten Jahren wirklich explodiert ist, das sind die Tribals, also die Maori-Tattoos». Dabei ist es nicht gleich, welche Motive man wählt.

«Diese variieren, je nach Insel oder Region. Manche ziehen es auch vor, sich von einem richtigen Maori tätowieren zu lassen». The Bee bekommt regelmäßig Besuch eines polynesischen Kollegen, der auch zum Event kommt.

«Kunden, die ein Maori-Tattoo wollen, ziehen oft große Motive vor». Einsteiger dagegen wollen eher mit einem kleineren Tattoo anfangen, «meist auf dem Oberarm, so dass man es leicht verbergen oder enthüllen kann», so The Bee, der seine eigenen Tattoos offen und mit Stolz trägt.

«Meine Tattoos erzählen meine Lebensgeschichte. Die Bienen auf meinem linken Arm sind da, weil ich als Kind einmal zu viel Honig gegessen habe und dann Gesundheitsprobleme bekam. Das Porträt von Django Reinhard, weil ich Manouche-Jazz auf der Gitarre spiele. Bei den meisten Leuten, die ich kenne, erzählen die Tattoos eine Geschichte. Es gibt selten Leute, die es bei einem Tattoo belassen. Wenn man einmal damit anfängt, kann man nicht mehr aufhören».

(L'essentiel Online/jw)