Transvestit im Porträt

30. Mai 2012 07:16; Akt: 30.05.2012 09:03 Print

«Will für nichts auf der Welt eine Frau sein»

LUXEMBURG - Tagsüber arbeitet Tom Hecker in einem Verlag, abends steht der 27-Jährige als Séraphine auf der Bühne. «L'essentiel» erklärt Tom, wie er zum Transvestit wurde.

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«Ich möchte für nichts auf der Welt eine Frau sein.» So erklärt Tom Hecker, warum er immer wieder mal in den Körper von Séraphine Mirage schlüpft und zum Transvestiten wird. «Ich fühle mich sehr wohl in meiner Haut als Mann. Wenn ich mich in Séraphine verwandele, dann ist das wie ein Schauspieler, der in eine Rolle schlüpft. Man darf Transvestiten nicht mit Transsexuellen verwechseln», warnt Tom.

Vor mehr als zehn Jahren schuf der 27-jährige Tom die Figur der Séraphine Mirage, einer attraktiven, über 1,80 Meter großen Schönheit. «Ich war mit einer Freundin beim Christopher Street Day. Sie hatte mir ein Kleid geliehen. Dazu habe ich Schuhe für Transvestiten angezogen und eine Perücke aufgesetzt», erinnert sich der Luxemburger. Dann hat sich Tom immer mal wieder auf Partys in Séraphine verwandelt.

«Ich stehe total auf Rollenspiele»

«Ich stehe total auf Rollenspiele. Deshalb habe ich wohl Geschmack daran gefunden, öfter in die Rolle zu schlüpfen. Als in Lüttich studiert habe, bin ich sogar mit einer kleinen Gruppe Transvestiten aufgetreten.»

Erst 2006 stellte Tom, der als Internet-Assistent beim Binsfeld-Verlag beschäftigt ist, Séraphine erstmals bei einer Modenschau in Luxemburg vor. Bis 2011 trat er in der «Mini’s Crazy Show» auf. Jetzt arbeitet Séraphine selbstständig. «Ich trete bei Geburtstagen auf oder bin bei Video-Drehs dabei. Ich bin für verschiedenste Shows zu haben, aber es gibt natürlich Grenzen!», meint Tom. Sein Traum wäre als Sänger auf der Bühne zu stehen, «mit einem großen Orchester und hinreißenden Kostümen.»

Séraphine stellt sich vor:

Séraphine macht Werbung:

(L'essentiel Online/Chloé Murat)

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