Kein Geld

14. Februar 2012 08:49; Akt: 14.02.2012 08:56 Print

Nasa bläst Mars-Missionen ab

Aus Spargründen zieht sich die US-Weltraumbehörde Nasa aus zwei geplanten Marsmissionen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde Esa zurück.

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Das von der Nasa veröffentlichte Foto zeigt die Marsoberfläche, von der die Wissenschaftler annehmen, dass es sich um Sanddünen und eine dünne, gefrorene Schicht von Kohlendioxid oder trockenes Eis handelt. Die USA müssen nun aus Spargründen Marsforschung einschränken. (Bild: DPA)

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Grund für den Schritt sind laut Nasa-Chef Charles Bolden tiefe Einschnitte im Etatplan 2013 der US-Behörde im Bereich der Planeten-Erforschung. Das zweistufige Marsprojekt «ExoMars» unter Federführung der Esa sieht die Entsendung eines Orbiters 2016 vor, der in der Marsatmosphäre nach Methan suchen soll - dieses Gas könnte auf die Existenz von Mikroben auf der Oberfläche hindeuten.

Die zweite Mission 2018 zielt auf die Landung eines Rovers auf dem Planeten ab: Er soll Gesteine und Boden zur späteren Beförderung auf die Erde sammeln. Vereinbart war, dass die Nasa die Raketen sowie eine Reihe von Instrumenten für beide Missionen zur Verfügung stellt, außerdem das Landesystem für den Rover. Der Beitrag der Nasa sollte sich auf 1,4 Milliarden Dollar belaufen.

«Es ist eine Frage des Prestiges»

NASA-Sprecher David Weaver erklärte vergangene Woche, wie der Rest der Regierung müsse auch die Raumfahrtbehörde «harte Entscheidungen» treffen und dürfe nicht über ihre Verhältnisse leben. Andere Projekte zur Erkundung des Planeten würden jedoch fortgeführt, hieß es.

Der im September zurückgetretene Wissenschaftschef der NASA, Edward Weiler, kritisierte die Pläne. «Wir sind das einzige Land auf diesem Planeten, das die Fähigkeit gezeigt hat, auf einem anderen Planeten zu landen, nämlich dem Mars. Es ist eine Frage des nationalen Prestiges.»

(L'essentiel online/sda/dapd)