Geberkonferenz

18. Februar 2020 07:11; Akt: 18.02.2020 07:39 Print

1,15 Milliarden für den Wiederaufbau Albaniens

Der albanische Premierminister zeigt sich überwältigt: Nach dem schweren Erdbeben in Albanien hilft die internationale Gemeinschaft beim Wiederaufbau.

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Josep Borrell (l), EU-Außenbeauftragter, wird von Charles Michel, Präsident des Europäischen Rats, bei seiner Ankunft für das EU-Westbalkan-Treffen im Europagebäude begrüßt. (Bild: DPA/Virginia Mayo)

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Nach dem schweren Erdbeben in Albanien stellt die internationale Gemeinschaft 1,15 Milliarden Euro für den Wiederaufbau des Balkanlandes zur Verfügung. «Heute haben wir alle Erwartungen übertroffen», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag nach einer Geberkonferenz in Brüssel. Allein EU-Kommission, Europäische Zentralbank und die 27 EU-Staaten gäben 400 Millionen Euro. «Albanien ist nicht allein. Wir werden Albanien während der Erholungsphase zur Seite stehen», sagte von der Leyen.

Der albanische Premierminister Edi Rama zeigte sich von dem Ergebnis überwältigt. Es gehe über seine «wildeste Vorstellung und Erwartung» hinaus. Es sei herzerwärmend und unglaublich.

51 Tote nach Erdbeben

Ende November hatte ein Erdbeben der Stärke 6,4 Albanien erschüttert. 51 Menschen starben, knapp 2000 Gebäude wurden beschädigt. Das Epizentrum lag rund 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Tirana. Die Menschen in den betroffenen Gebieten brauchen Wohnungen, Schulen und Kindergärten. «Es ist ein starkes Zeichen der EU-Solidarität mit Albanien, dass die EU-Kommission die internationale Nothilfe koordiniert und die heutige Geberkonferenz einberufen hat», sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas.

Albanien ist zwar kein EU-Mitglied, hofft aber auf den Beginn von Beitrittsgesprächen. Deren Aufnahme mit Albanien und auch mit Nordmazedonien hatten Frankreich, die Niederlande und Dänemark im Oktober verhindert - obwohl die EU-Kommission und die meisten anderen EU-Staaten die Bedingungen als erfüllt ansehen. Auch von der Leyen dringt auf den Beginn. Die Befürworter in der EU hoffen, die Blockade bis zu einem EU-Westbalkan-Gipfel in Zagreb im Mai zu überwinden.

(L'essentiel/dpa)

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