Ettelbrück

09. Juli 2012 07:31; Akt: 08.07.2012 21:42 Print

Rettung für Bahnhof ausgeschlossen

ETTELBRÜCK – Ein Verein will den Abriss des Ettelbrücker Bahnhofsgebäudes verhindern. Das sei nicht möglich, meint der Bürgermeister.

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Das Bahnhofsgebäude in Ettelbrück soll abgerissen werden.

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«Wenn ich wählen muss zwischen der Verbesserung der Lebensqualität und dem Erhalt eines Gebäudes, habe ich schnell entschieden.» Für den christsozialen Bürgermeister von Ettelbrück, Jean-Paul Schaaf, gibt es keinen Zweifel daran, dass der Bahnhof in Ettelbrück weichen muss. An dessen Stelle sollen neue Büros für die CFL, ein Busbahnhof und ein Tunnel für den Autoverkehr treten. «Dieses Projekt hat für uns oberste Priorität», meint Schaaf.

Doch bei den Bürgern regt sich Widerstand gegen den Abriss des historischen Gebäudes aus dem Jahr 1862. «Wir haben uns mit den Bürgerinitiativen getroffen, um darüber zu diskutieren. Der Austausch war offen und deutlich. Ich hatte das Gefühl, dass sie die Notwendigkeit des Projektes nach unseren Erklärungen begriffen haben», meint Schaaf.

Bürger protestieren weiter

Doch protestiert der Verein Ettelbréck 21 mit seinen 178 Mitgliedern weiter gegen den geplanten Abriss des Bahnhofs. Die ASBL fordert, dass das Gebäude aufgewertet wird.

«Der Abriss ist nötig, damit der Verkehr in unserer Gemeinde besser fließt», entgegnet der Bürgermeister. Derzeit gibt es noch keinen Termin für den Beginn der Bauarbeiten. Die Zeitplanung wird Thema sein bei einem Treffen am 18. Juli zwischen Gemeindevertretern, dem Infrastrukturministerium und den CFL.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cédric Muller am 09.07.2012 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sofern ich das aus der Presse entnehmen konnte, gibt es zur Zeit einen Antrag zur Klassierung des Bahnhofsgebäudes, der von der zuständigen Kommission positiv bewertet, von der Ministerin Modert jedoch noch nicht unterzeichnet wurde. Wie ist es denn möglich, dass sich bereits vorher ein Bürgermeister so sicher sein kann, dass der Bahnhof abgerissen wird? Diese Aussage kann doch nur zweierlei bedeuten: Entweder setzt sich der Bürgermeister über die Entscheidungsgewalt der Ministerin hinweg, oder ist alles schon beschlossene Sache, man kennt sich schließlich innerparteilich?

  • Romain Dockendorf am 09.07.2012 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Mit den "Gefühlen" des Bürgermeisters ist das wohl ´ne ganz eigene Sache - wie mit der Schwangerschaft: Ob man schwanger ist oder nicht, entscheidet sich nicht aufgrund eines Gefühls - sondern aufgrund konkreten Wissens. Als einer der regelmäßigen Teilnehmer an diesen Austauschrunden, auf die sich der Bürgermeister hier berufen möchte, kann ich nur sagen, dass ihn sein "Gefühl" trügt, denn von den vertretenen Bürgerinitiaven hat sich keine von der Notwendigkeit dieses Projekts überzeugen lassen - da muss wohl ein ganz eigener Blick, ein "gefühlter" eben, auf dieRealität vorliegen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Romain Dockendorf am 09.07.2012 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    Mit den "Gefühlen" des Bürgermeisters ist das wohl ´ne ganz eigene Sache - wie mit der Schwangerschaft: Ob man schwanger ist oder nicht, entscheidet sich nicht aufgrund eines Gefühls - sondern aufgrund konkreten Wissens. Als einer der regelmäßigen Teilnehmer an diesen Austauschrunden, auf die sich der Bürgermeister hier berufen möchte, kann ich nur sagen, dass ihn sein "Gefühl" trügt, denn von den vertretenen Bürgerinitiaven hat sich keine von der Notwendigkeit dieses Projekts überzeugen lassen - da muss wohl ein ganz eigener Blick, ein "gefühlter" eben, auf dieRealität vorliegen.

  • Cédric Muller am 09.07.2012 08:21 Report Diesen Beitrag melden

    Sofern ich das aus der Presse entnehmen konnte, gibt es zur Zeit einen Antrag zur Klassierung des Bahnhofsgebäudes, der von der zuständigen Kommission positiv bewertet, von der Ministerin Modert jedoch noch nicht unterzeichnet wurde. Wie ist es denn möglich, dass sich bereits vorher ein Bürgermeister so sicher sein kann, dass der Bahnhof abgerissen wird? Diese Aussage kann doch nur zweierlei bedeuten: Entweder setzt sich der Bürgermeister über die Entscheidungsgewalt der Ministerin hinweg, oder ist alles schon beschlossene Sache, man kennt sich schließlich innerparteilich?