An Schulen

20. Juni 2014 14:57; Akt: 20.06.2014 18:28 Print

Meisch untersagt Gesichtsschleier

LUXEMBURG - Bildungsminister Claude Meisch hat am Freitag bekanntgegeben, dass er den Schulen eine Direktive zu unerlaubten Verhüllungen hat zukommen lassen.

storybild

Das Tragen von Kopftüchern bleibt Schülerinnen weiterhin erlaubt. Sie dürfen jedoch ihr Gesicht nicht verhüllen. (Bild: DPA)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Tragen von gesichtsverhüllenden Schleiern - wie etwa Burkas oder Niquabs - ist an öffentlichen Schulen des Großherzogtums künftig verboten. Das teilte Bildungsminister Claude Meisch (DP) am Freitag im Rahmen einer Regierungsrats-Sitzung mit. «Ziel ist es, die Neutralität der Schulen zu gewährleisten und gleichzeitig die Toleranz zwischen den Religionen zu fördern», erklärt der Minister.

Er habe den Schulen eine dementsprechende Direktive zukommen lassen. In dieser würde präzisiert, welche Kleidungsstücke nicht mehr getragen werden dürfen. Es sei niemanden mehr erlaubt, «das Gesicht in einer Art und Weise zu verhüllen und so die Identität der Person zu verbergen.» Rund ein Dutzend Schulen im Land habe sich bisher jährlich mit der Frage, in der jetzt Klarheit geschaffen worden sei, befassen müssen.

Kopftücher für Schülerinnen weiter erlaubt

Während Schülerinnen weiterhin Kopftücher tragen dürfen, ist dies Lehrerinnen nun auch untersagt. So könnten Lehrkräfte und Schulen keine religiöse Botschaften mehr vermitteln, argumentierte Meisch.

«Die Regierung hat nichts gegen die Religion, doch es müssen Regeln etabliert werden», erklärte Premierminister Xavier Bettel. So sei es beispielsweise nicht hinnehbar, dass manche Familien sich weigern, ihre Töchter von Männern unterrichten zu lassen.

Gleichzeitig kommt die Regierung gläubigen Schülern künftig mehr entgegen. So dürfen sie künftig aus religiösen Gründen dem Unterricht fernbleiben, etwa an offiziellen Feiertagen.

(pw/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.