Gefängnis-Reform

24. Mai 2012 07:20; Akt: 24.05.2012 07:46 Print

So wenig Haftstrafen wie möglich

LUXEMBURG – Welche Alternativen gibt es zur klassischen Gefängnisstrafe? Mit diesem Leitmotiv arbeiten die Abgeordneten an der Zukunft des Strafvollzugs in Luxemburg.

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Im Gefängnis in Schrassig sollen ab 2018 nur noch verurteilte Straftäter landen. Dann soll es in Sassenheim ein Untersuchungsgefängnis geben. (Bild: Editpress)

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Die Rahmenbedingungen stehen, nun pfeilen die Abgeordneten an der Zukunft des Strafvollzugs in Luxemburg. «Noch vor dem Ende der Legislaturperiode wollen wir über die Reform abstimmen. Das Ziel ist September 2013», erklärt Gilles Roth, CSV-Abgeordneter und Vorsitzender der Justiz-Kommission im Parlament.

Doch bis die Änderungen in den Strafanstalten ankommen, wird noch mehr Zeit vergehen. Unter anderem, weil das Untersuchungs-Gefängnis in Sassenheim erst noch gebaut werden muss. Erst in etwa sechs Jahren soll es fertig sein. Dann landen nur noch verurteilte Straftäter im Gefängnis von Schrassig.

Was geschieht mit jugendlichen Straftätern?

Freiheitsentzug, also Haftstrafen, sollen auf ein Minimum reduziert werden. Darin sind sich Abgeordnete und Regierung einig. Dazu könnten unter anderem elektronische Fußfesseln eingesetzt werden. Zudem müssen Richter in Zukunft begründen, warum sie eine Haftstrafe nicht zur Bewährung aussetzen.

Uneinigkeit herrscht jedoch noch, was die Strafen für Minderjährige angeht. Vor einigen Monaten hatte der Fall zweier Teenager für Aufsehen gesorgt, die im Gefängnis in Schrassig untergebracht worden waren.

(L'essentiel Online)

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