Luftfrachtgeschäft

28. März 2012 12:36; Akt: 27.09.2012 15:20 Print

Cargolux mit 14 Millionen Euro Verlust in 2011

LUXEMBURG - Die Frachtfluggesellschaft musste 2011 Verluste von knapp 14 Millionen Euro einstecken. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch 45 Millionen Euro betragen.

Bildstrecke im Grossformat »

Die Verluste sind unter anderem auch auf die verspätete Liferung der neuen Jumbo-Generation 747-8 zurückzuführen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Cargolux hat am Mittwoch ihre Geschäftsergebnisse 2011 vorgestellt: Die größte europäische Frachtfluggesellschaft musste Verluste in Höhe von mehr als 18,3 Millionen Dollar (13,7 Millionen Euro) einstecken, gegenüber einem Gewinn von fast 59,8 Millionen Dollar (45 Millionen Euro) im Vorjahr.

Der Rutsch in die roten Zahlen lässt sich laut dem Verwaltungsratsvorsitzenden Albert Wildgen nicht auf einen einzelnen Faktor zurückführen, sondern auf mehrere - allen voran die gestiegenen Kerosinpreise, aber auch die Verspätungen bei der Auslieferung der neuen Boeing 747-8. Der Umsatz stieg um 8,4 Prozent auf 1,877 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro).

Asien- und Afrikageschäft geschrumpft

Vor allem in Asien und Afrika gab es die höchsten Einbußen im Frachtgeschäft, mit einem Minus von 15,4 respektive 14,3 Prozent des Frachtvolumens. Das US-Geschäft hingegen wuchs um zehn Prozent, während der europäische Markt stabil blieb. Deutschland konnte sogar ein Rekordergebnis aufweisen, was die Exportflüge betraf.

Auch die Beteiligung von Qatar Airways hat bereits erste Früchte getragen: Die Cargolux hat einen Teil der Frachtflüge nach Kanada übernommen, während die Kataris zwischen der Landeshauptstadt Doha und dem arabischen Emirat Schardscha aktiv sind.

Trüber Ausblick für das laufende Geschäftsjahr

Das Unternehmen ist wenig optimistisch, was den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr betrifft. Obwohl man angesichts der Verluste vorsichtig haushalte und Spar- sowie Gewinnoptimierungsmaßnahmen eingeleitet habe, sei man weiterhin stark von einer Hausse der Spritpreise abhängig. Auch die andauernde Schuldenkrise mit ihren wirtschaftlichen Auswirkungen stelle eine Bedrohung dar, hieß es. Laut dem internationalen Luftfahrtverband IATA soll sich das Frachtgeschäft zudem allerspätestens 2012 stabilisieren, ein Wachstum ist eher unwahrscheinlich.

(mth/L'essentiel Online)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.