USA

12. September 2019 20:56; Akt: 12.09.2019 20:59 Print

145 Konzernchefs fordern schärferes Waffenrecht

Der Ruf nach strengeren Waffengesetzen wird in den USA immer lauter. Nun haben sich auch Vertreter aus der Wirtschaft auf die Seite der Demokraten gestellt.

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Bei ihrer Forderung nach einem schärferen Waffenrecht in den USA erhalten die oppositionellen Demokraten Unterstützung aus der Wirtschaft: 145 Konzernchefs riefen den US-Senat auf, einen vom Repräsentantenhaus bereits im Februar beschlossenen Gesetzesentwurf zu verabschieden.

Damit sollen Privatverkäufe von Waffen, bei denen es keine Hintergrundprüfung des Käufers gibt, prinzipiell verboten werden, hieß es in dem am Donnerstag von der New York Times veröffentlichten Brief der Konzernlenker.

Chefs von Airbnb, Uber und Yelp haben unterschrieben

In dem Schreiben heißt es: «Waffengewalt in Amerika ist nicht unausweichlich; sie ist vermeidbar. Es gibt Schritte, die der Kongress unternehmen kann und muss, um Waffengewalt zu verhindern und zu reduzieren.» Es sei nicht hinnehmbar, in dieser Krise untätig zu bleiben.

Der von den Republikanern von US-Präsident Donald Trump dominierte Senat müsse dem Beispiel des Repräsentantenhauses folgen. Letzteres kontrollieren die Demokraten. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem die Geschäftsführer von Airbnb, Uber und Yelp.

Republikaner warten ab

Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, will die Kammer erst über den Gesetzesentwurf abstimmen lassen, wenn Trump Position zu dem Entwurf bezogen hat.

Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, die Demokratin Nancy Pelosi, warf McConnell vor, mit seiner Verzögerungstaktik Menschenleben zu gefährden. Wäre das Gesetz bereits in Kraft getreten, hätten zahlreiche Leben gerettet werden können, sagte sie am Donnerstag in Washington.

31 Tote und zahlreiche Verletzte

Ende vergangenen Monats hatte ein vorbestrafter Schütze in Odessa im US-Bundesstaat Texas scheinbar wahllos das Feuer eröffnet und sieben Menschen getötet. Anfang August hatten zwei Schützen in El Paso (Texas) und in Dayton (Ohio) mit Sturmgewehren Blutbäder angerichtet – insgesamt wurden dabei 31 Menschen getötet und zahlreiche verletzt. Die Gewaltverbrechen führten zu erneuten Debatten über das Waffenrecht in den USA und dessen Reform.

(L'essentiel/vro/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Postman am 13.09.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Dat wat an den USA passeiert as kann och passeiren wann mei streng waffegesetzer a kraft trieden um dark web kann een sech kaafen wat ee well och illegal waffen.

  • Jerry am 13.09.2019 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Macht soll vom Volk herkommen und nicht von Konzerne. Die Gründungsväter hatten eben ganz genau deswegen unteranderem den zweiten Zusatzartikel der Verfassung verfast!

  • Phil am 14.09.2019 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Bis elo huet weder en Gewier, Revolver, Messer oder soss eng Waff och nëmmen eng eenzech Persoun embruecht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ciao bello am 15.09.2019 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech denken dat dei Konzerner weltweit mei Leit um gewessen hun wei egaal welch Waff.

  • Phil am 14.09.2019 23:37 Report Diesen Beitrag melden

    Bis elo huet weder en Gewier, Revolver, Messer oder soss eng Waff och nëmmen eng eenzech Persoun embruecht!

  • Postman am 13.09.2019 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Dat wat an den USA passeiert as kann och passeiren wann mei streng waffegesetzer a kraft trieden um dark web kann een sech kaafen wat ee well och illegal waffen.

  • Jerry am 13.09.2019 07:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Macht soll vom Volk herkommen und nicht von Konzerne. Die Gründungsväter hatten eben ganz genau deswegen unteranderem den zweiten Zusatzartikel der Verfassung verfast!